Akute Aufschieberitis – Therapiemaßnahmen zur Genesung

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Akute Aufschieberitis – Therapiemaßnahmen zur Genesung

Das Krankheitsbild der Aufschieberitis

Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe stets auf Morgen! Oder Übermorgen, oder …
Sind wir ehrlich zu uns, dann sind wir alle exzellente Prokrastinierer und Prokrastiniererinnen. So dürfen sich alle bezeichnen, die an Aufschieberitis erkrankt sind.
Ob auf der Arbeit oder im Privatbereich: Oft haben wir Aufgaben zu erledigen, die schwierig, langwierig oder einfach nur lästig sind und die wir am liebsten bis in die Unendlichkeit vertagen würden.

Aufschieberitis

Und dann gibt es plötzlich so viel Wichtigeres zu erledigen!
Mit der besten Freundin treffen zum Beispiel, weil Ihr Euch schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen haben!
Oder ein neues Foto auf Instagram posten, Du willst ja keine Follower verlieren.
Und ehe man sich versieht, ist es auch schon wieder Abend und es lohnt sich nicht mehr, mit der Aufgabe anzufangen.

Die Ursache der Erkrankung:

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung! Und was dann? Als nächstes musst Du verstehen, warum wir prokrastinieren.
Zunächst einmal gibt es viele einleuchtende Gründe, die dafür sprechen, Dinge aufzuschieben.

  • Du überschätzt Dich und bist der Annahme, dass Du die zu bewältigenden Aufgaben ganz easy und schnell erledigen könntest. Daher kannst Du Dich, bevor es an die Arbeit geht, ja auch zuvor noch den schönen Dingen des Lebens widmen.
  • Du findest keinen Anfang. Dieses Problem kommt häufig bei Hausarbeiten oder dem Aufräumen auf. Du weißt nicht, wie Du anfangen sollst, deshalb fängst Du erst gar nicht an.
  • Du setzt Deine Prioritäten falsch. Hier ist Dir gar nicht bewusst, dass die Aufgabe, die Du ans Ende Deiner To-Do-List gesetzt hast, eigentlich an den Anfang gehört.
  • Du bist einfach zu faul, um anzufangen. Ist wahrscheinlich der häufigste und plausibelste Grund.

Aber ist das wirklich alles? Liegt es nur an diesen vier Gründen, dass wir alles, was uns unbequem und anstrengend erscheint, vor uns her schieben?
Die Antwort lautet nein. Nicht, dass die oben genannten Gründe nie zutreffen, aber oft mangelt es schlichtweg an der Motivation. Zudem schätzen wir oft falsch ein, was es für Konsequenzen hat, Aufträge oder Probleme erst kurz vor knapp zu erledigen.

Die Folgen der Prokrastination:

Gerade wenn wir an das Thema Hausarbeit denkt oder an Projekte, die über einen längeren Zeitraum zu bearbeiten sind, verschätzen wir uns häufig bezüglich des Stressfaktors, dem wir uns aussetzen, wenn wir die Bearbeitung dieser Aufgaben immer weiter hinauszögern.
Oft sind wir der Meinung, dass wir nicht sofort beginnen müssen, da wir noch Zeit haben.
Diese Fehleinschätzung rächt sich spätestens, wenn wir die Nächte vor der Abgabefrist durcharbeiten müssen und uns nur noch von Kaffee und Fast Food ernähren, da wir rund um die Uhr an der Fertigstellung unseres Projekt arbeiten müssen und uns für sonstige Aktivitäten keine Zeit mehr bleibt.
Könnten wir uns jedoch besser in die Lage hineinversetzen, in der wir uns befinden, wenn wir Aufgaben bis zum Ultimo vertagen, würden wir womöglich früher mit der Bearbeitung beginnen.

Das Medikament Metrik

Laut einer Studie der Professoren Daphna Oyserman und Neil Lewis von der Universität Michigan kommt es nicht auf die Zeitspanne an, sondern auf die Metrik der verbleibenden Zeit. Die beiden Professor*innen fanden während ihrer Forschung heraus, dass die befragten Personen früher mit der Arbeit an gewissen Aufgaben oder der Vorbereitung auf gewisse zukünftig eintreffende Ereignisse beginnen, desto kleiner die Einheit der Zeitspanne war.

Denken wir also in Tagen anstatt in Wochen, Monaten oder gar Jahren, fangen wir früher an und schieben Projekte nicht so lange vor uns her!
Denn Du musst zugeben, 10 Minuten hören sich nach wesentlich mehr an als nur 600 Sekunden. Fakt ist jedoch, dass es sich um exakt die gleiche Zeitspanne handelt!
Eine einfache Medizin gegen die Aufschieberitis ist also, alles auf Minuten oder gar Sekunden runter zu rechnen.

Medikament Metrik

Die Motivations-Therapie:

Natürlich fällt es schwer, sich für Dinge zu motivieren, die einem so gar keinen Spaß machen. Aber oft hilft es, sich vorzustellen, wie glücklich und stolz man ist, wenn man die Sache erst mal hinter sich gebracht hat.

In unserem Artikel „6 alltagstaugliche Zeitmanagement Methoden!“ findest Du außerdem einen hilfreichen Hack zum Thema Selbstmotivation:
Schnapp Dir einen Kalender und trage ab sofort jeden Tag ein kleines Symbol ein, wenn Du eine Aufgabe hinter Dich gebracht hast, auf die Du vorher absolut keine Lust hattest. Das gleiche gilt für herausfordernde und langwierige Projekte. Klingt banal aber so siehst Du direkt, dass Du besonders fleißig warst oder es Mal wieder Zeit wird, den Hintern hochzubekommen!
Fehlt die nötige Motivation bei der Arbeit kann der passende Ort oft Abhilfe schaffen.

Manchmal kann auch die richtige Einrichtung dabei helfen. So kann die Arbeit plötzlich wieder mehr Spaß machen und geht viel leichter von der Hand. Ein nützliches Tool ist hier der smarte Standsome-Stehschreibtischaufsatz, der jeden langweiligen Schreibtisch innerhalb weniger Sekunden in einen ergonomischen Stehschreibtisch verwandelt – und mindestens genauso schnell auch wieder zurückverwandelt!

Endlich geheilt: Ein Leben ohne Aufschieberitis!

Damit Du auch langfristig gesund bleibst und nicht wieder rückfällig wirst, solltest Du von nun an Deine verbleibende Zeit bis zur Deadline Deiner Arbeit in Tagen berechnen. Hierbei solltest Du eher pessimistisch kalkulieren. Denn häufig kommen Deinem Zeitplan doch oft unvorhersehbare Termine oder arbeitsfreie Tage wie das Wochenende in die Quere.

Zusätzlich sollte die Motivation stimmen. Habe immer vor Augen, wie befreit Du Dich nach getaner Arbeit und guten Ergebnissen fühlst! Hilfreich kann hier neben dem in der Motivations-Therapie beschriebenen Kalender auch eine Belohnung sein! Gönn Dir nach einer besonders nervenaufreibenden Arbeit ein schönes Abendessen oder ein Wellness-Treatment. Du wirst merken: dadurch erledigt sich die Arbeit wie von selbst!

Zusätzlich zu unseren Bekämpfungsmaßnahmen der Aufschieberitis empfehlen wir außerdem die Ratschläge unseres Captain Standsome. Er steht Dir mit Tipps und Tricks bezüglich Gesundheit am Arbeitsplatz zur Seite.

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