Burnout – Was steckt dahinter und wie kannst Du es verhindern?

Burnout durch Stress

Burnout – Was steckt dahinter und wie kannst Du es verhindern?

Dein Körper ist Dein Kapital und zwar in jeglicher Hinsicht. Kümmerst Du Dich nicht genug um ihn, passiert Dir, was schon vielen Menschen passiert ist. In einer Welt voll von „Höher-schneller-weiter“, ist es alles andere als leicht, alles unter einen Hut zu bekommen. Neben Job, Verpflichtungen und den Alltagsaufgaben kommt die Familie und Freizeit oft zu kurz. Um den Anforderungen gerecht zu werden, werden Auszeiten und Pausen ausgelassen. Die Folge: Stress und schlechte Laune. Wir können uns nicht mehr richtig konzentrieren, weil wir alles, was wir uns vorgenommen haben, möglichst an einem Tag schaffen wollen. Dies hat zur Folge, dass dann auf einmal alles schief geht und gar nichts mehr funktioniert. Da nicht jeder stets eine unumstößliche mentale Stärke vorzuweisen hat, kommt es bei ständiger Überlastung und Druck oft zum Burnout, was längst zur Volkskrankheit geworden ist.

“Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. […] Neun Zehntel unseres Glücks beruhen allein auf der Gesundheit […] Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses.” 

– A. Schopenhauer

Was ist ein Burnout?

Es ist ein Zustand von tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, der häufig durch Aufopferung und anhaltenden Stress verursacht wird. Die Erkrankten können sich schlecht konzentrieren und machen dadurch mehr Fehler auf der Arbeit und im Alltag. Durch die allgemeine Erschöpfung leidet auch häufig das Privatleben und die Betroffenen fangen an sich zu isolieren.

Achtung Verwechslungsgefahr

Vorsicht! Ein Burnout hat ähnliche Symptome wie Depressionen, weshalb häufig die falsche Diagnose getroffen wird. Durch falsche Diagnosen kommt es auch zu falschen Maßnahmen gegen die Krankheit. Einem Menschen, der unter Depressionen leidet, eine berufliche Auszeit zu empfehlen führt zu keiner Besserung. Es kann sogar zu schwerwiegenden Folgen führen, da die Person in ein Tief fällt. Einer Burnout anfälligen oder bereits erkrankten Person kann eine berufliche Auszeit hingegen helfen. Sie kann wieder Energie tanken und mit neuem Elan durch das Leben gehen.

Damit Dein Leben nicht von Stress und Frust beherrscht wird, folgen 3 Tipps, mit denen Du Burnout und Depressionen, die durch zu viel Stress und einer zu hohen Belastung verursacht sind, vorbeugen kannst:

1. Ruh Dich aus!

Gegen eine Nacht, die man lieber mit ausgehen oder dem Abschluss eines wichtigen Projektes verbracht hat, als zu schlafen, ist prinzipiell nichts einzuwenden. Es sollte jedoch bei einer Ausnahme bleiben und nicht zur Gewohnheit werden. Denn sehr schnell unterschätzen wir, wie wichtig eine ausreichende Menge an Schlaf für unser Wohlbefinden ist.

Aber was passiert eigentlich, wenn wir zu wenig Schlaf bekommen?

1. Du bist weniger Leistungsfähig, Deine Konzentration und Reaktionsfähigkeit sinkt. Dies führt zu Fehlern und Unfällen sowohl in der Arbeitswelt, als auch im privaten Bereich.

2. Dein Urteilsvermögen ist getrübt, da Du nicht mehr in der Lage bist, Informationen richtig zu verarbeiten und Deine Gedächtnisfunktion beeinträchtigt ist.

3. Du bist gestresst und anfälliger für psychische Erkrankungen wie Depressionen und Burnout. Schlafmangel erhöht die Reizbarkeit und senkt das Energieniveau, weshalb Du in einem Dauer-Tief feststeckst.

4. Du hast ein erhöhtes Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen.
Der Grund: Über Nacht finden wichtige Regenerationsprozesse statt. Das Immunsystem erneut wichtiges Organgewebe, während wir schlafen. Daher führt zu wenig Schlaf zu einer Störung des Erneuerungsprozesses und es kann zu Schäden an Nieren und anderen Organen kommen.

Wie ernst Schlafmangel ist und dass das leichtfertige Unterschätzen von Schlafmangel manchmal mit dem Leben gezahlt wird, zeigen folgende Erkenntnisse:
Nach einer ADAC-Analyse von 2012 wird jeder vierte tödliche PKW-Unfall und jedes sechste schwere LKW-Unglück in Deutschland von Fahrern verursacht, die hinter dem Steuer eingeschlafen sind. Außerdem sind 17 Stunden Wachheit in Punkto Reaktionsvermögen mit 0,5 Promille Blutalkohol und 22 Stunden mit 1,0 Promille vergleichbar.

Ein weiterer Punkt ist, dass man Dir den Schlafmangel ansieht! Du starrst zum Beispiel lange Zeit in die Luft oder auf einen leeren Bildschirm ohne etwas zu tun. Grundlos Ausrasten und gereizte Reaktionen können ebenfalls folgen des Schlafmangels sein. Zudem vergisst man wichtige Aufgaben, ist unproduktiv und hat müde Augen. Die Prokrastination ist dann oft nicht weit.

Die Quintessence: All you need is sleep!

2. Nimm Dir Zeit für Dich!

Gehe auf Deine Wünsche und Deine Bedürfnisse ein. Nimm Dir mal Zeit für Dich und konzentriere Dich für eine kurze Zeit am Tag auf niemand anderen. Gibt es etwas das Dich stört? Gibt es etwas das du häufiger machen willst? Wenn ja, halte Dich an solchen Punkten fest und versuche diese Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen.

Du solltest auch realisieren, dass nicht jeder Mensch perfekt ist und man es nicht allen Menschen im eigenen Umfeld recht machen kann. Konzentriere Dich auf die wichtigsten Menschen in deinem Leben und sei Dir sicher, dass Du Dich bei ihnen auch fallen lassen kannst. Sie werden Dich auffangen und Dir beistehen wenn das Leben mal nicht ganz glatt verläuft.

3. Gutes Essen – gutes Gefühl. Und: weniger Stress!

Gewisse Lebensmittel senken Ihr Stress-Niveau:

Amaranth und Quinoa:
Diese beiden Lebensmittel helfen uns bei der Stabilisierung unseres Stress-Haushalts indem sie uns mit wertvollen Vital- und Mineralstoff beliefern. Durch ihren hohen Gehalt an Tryptophan unterstützen sie unseren Körper bei der Bildung des Glückshormon Serotonin, das schlechter Laune entgegenwirkt!

Magnesium:
Magnesium unterstützt unseren Nervenhaushalt und sorgt für ein gesundes Gehirn! Bei Stress sollte daher besonders auf eine ausreichende Magnesium-Versorgung geachtet werden!

Paranüsse:
Stay calm, nerve system! Der Verzehr dieser Nüsse beruhigt unser Nervensystem und sorgt für gute Stimmung.

Grüner Tee:
Speziell diese Tee-Sorte soll für Entspannung und Beruhigung sorgen.

Geheim-Tipp: roher Honig
Probiere es mal mit rohem Honig vor dem Schlafengehen. Dieser wirkt Wunder!

Durch den Einbau dieser Nahrungsmittel in Deinen täglichen Speiseplan tust Du Deiner Gesundheit in zweierlei Hinsicht etwas Gutes. Durch Senkung des Stress-Niveaus beugst Du dem Risiko eines Burnouts vor und versorgst Deinen Körper obendrein mit den Nährstoffen und Vitaminen, die er für wichtige Stoffwechselprozesse benötigt.

Obst und Gemüse

Auch solltest Du bei den Mahlzeiten auf das richtige Timing achten. Wissenschaftler haben herausgefunden, wann es sich am effektivsten erweist, Nahrung zu sich zu nehmen:

  • Frühstück: zwischen 07:00 Uhr und 07.30 Uhr
  • Mittagessen von 12.30 Uhr bis 13.00 Uhr
  • Abendessen zwischen 18:00 und 18.30 Uhr

Auch wenn es anfangs schwierig erscheinen mag, feste Zeiten fürs Essen einzuplanen, schafft schon eine grobe Leitlinie Struktur für Deine Ernährung. So ist Dir genügend Treibstoff auch für anstrengende Tage gewährleistet. Mit mehr Antriebskraft erreichst Du in kürzester Zeit mehr, sodass sich der Alltag entspannter und stressfreier angehen lässt.

4. B wie Burnout, oder Bewegung!

Man mag es kaum glauben, doch auch durch Bewegung lässt sich psychischen Krankheiten wie Burnout wenigstens teilweise vorbeugen. Körperliche Betätigung schafft einen Ausgleich zum stressigen Alltag und lenkt uns von unseren ständigen Gedanken um unsere imaginäre To-Do-Liste ab.
Ausreichend Bewegung in den Berufsalltag einzubauen, erscheint zunächst etwas schwierig.
Daher hier einige simple Tipps, um Ihren Alltag etwas dynamischer zu gestalten:

1. Treppe statt Aufzug, denn Treppensteigen verbessert nicht nur Deine Lungenkapazität, sondern eignet sich auch bestens als Butt-Workout.

2. Schaffe ein abwechslungsreiches Verhältnis zwischen Stehen und Sitzen. Weder zu langes Sitzen, noch zu langes Stehen sind gesund. Du hängst aber an Deinem Schreibtisch und willst ihn nicht gegen einen höhenverstellbaren Schreibtisch austauschen? Dann haben wir hier eine attraktive Alternative für Dich!

3. Nimm Dein eigenes Essen mit! So kannst Du die unter zweitens vorgestellten Stress-Killer in Deiner Mahlzeit einbauen. Und zudem entgehst Du der nervigen Suche nach gesunden und sättigenden Gerichten in der Mittagspause. In diesem Artikel findest Du übrigens alles wissenswerte zum Thema “Brainfood” und unsere 8 Favoriten im Bereich Lebensmittel.

Du wirst schnell erkennen, dass diese kleinen Veränderungen Dir dabei helfen, Stress zu vermindern und Deine Leistungsfähigkeit zu steigern.
Jetzt musst Du nur noch eins tun: Anfangen!

Was kann man als Angehöriger tun?

Wenn Du als Angehörige oder Angehöriger überfordert bist und nicht weißt, wie Du mit solch einer Situation umgehen sollst, sind hier noch ein paar Tipps, um Deine Liebsten zu unterstützen.

1. Entwickle Verständnis und kommuniziere dies mit dem/der Betroffenen. Dabei hilft es, wenn Du Dich vorher mit dem Thema auseinander setzt. Zusammen kann man solch eine Situation besser überstehen und bewältigen.

2. Stelle sicher, dass der/die Betroffene nicht völlig aus der häuslichen Verantwortung gezogen wird, sondern ein gesundes Mittelmaß zwischen Belastung und Entlastung gefunden wird.

3. Übe keinen Druck auf die betroffene Person aus, sondern erwähne vorsichtig veränderte Charakterzüge und die Überarbeitung. Der/Die Betroffene sollte autonom realisieren, dass er/sie überarbeitet ist und Ruhe oder Hilfe braucht.

4. Gib der Person Zeit und verliere Dich selbst nicht, während Du versuchst, jemand Anderem zu helfen.

Mit diesen Tipps schaffst Du es weniger Stress zu haben und somit ein Burnout zu verhindern. Wenn Du mal überfordert kannst Du dich auch immer an Deine Liebsten wenden, sie werden Dir helfen und Dich nicht alleine lassen.

 

As long as you stand, I stand by you!