Gesundheitsförderung: Was jedem/r Arbeitnehmer/in wirklich zusteht

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Gesundheitsförderung: Was jedem/r Arbeitnehmer/in wirklich zusteht

Jede*r Arbeitgeber*in kann seinen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen neben dem Entgelt steuer- und sozialversicherungsfreie Zuschüsse zur Gesundheitsförderung zahlen. Diese Zuzahlungen können bis zu 500€ pro Person und Kalenderjahr betragen. 2021 soll sich der Betrag sogar auf 600€ erhöhen. Seit 2019 werden jedoch nur noch solche Maßnahmen von der Steuer befreit, die zuvor zertifiziert wurden. Doch auch wenn diese Gesundheitsförderung keine neue Entwicklung darstellt, wird sie in vielen Firmen immer noch nicht wahrgenommen.

Voraussetzungen für die steuerfreie Gesundheitsförderung

 

Bevor wir darauf eingehen, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, damit Sie steuerfreie Gesundheitsförderungen erhalten können, möchten wir zunächst kurz erläutern, worum es hier eigentlich geht. Unter den Begriff „Gesundheitsförderung“ fallen generell Maßnahmen, die der Stärkung und Steigerung des Gesundheitspotentials von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen sowie ihrer Gesundheit im Allgemeinen dienen. Dabei steht einerseits Aufklärung darüber im Fokus, was man zur Verbesserung der eigenen Gesundheit tun kann. Auf der anderen Seite gilt es, Kontrolle über soziale, politische sowie räumliche Faktoren zu erlangen, die die Gesundheit der Menschen beeinflussen.

Damit Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auch tatsächlich steuerfreie Leistungen erhalten, gelten 2 Voraussetzungen:

  1. Arbeitgeber*innen müssen die Zuschüsse zusätzlich zum Arbeitslohn überweisen
  2. Es werden nur Kosten übernommen, die „den allgemeinen Gesundheitszustand“ verbessern

 

Welche Maßnahmen werden gefördert und welche nicht?         

                             

Geförderte Maßnahmen

 

  • Kurse zur Entspannung und Stressbewältigung
  • Raucherentwöhnung
  • Ernährungsberatung und Ernährungskurse
  • Rückenkurse und Wirbelsäulentherapie
  • Fortbildungen im Bereich Gesundheit und Arbeitsgestaltung

 

Nicht-geförderte Maßnahmen

 

  • Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen
  • Maßnahmen ausschließlich zum Erlernen einer Sportart
  • Trainingsprogramme mit einseitigen körperlichen Belastungen
  • Maßnahmen, die auf den Verkauf von Begleitprodukten ausgelegt sind
  • Massagen
  • Maßnahmen, die starken Gewichtsverlust zum Ziel haben und dieses durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten erreichen wollen

 

Wissenswertes im Hinblick auf die Gesundheitsförderung

 

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung selbst anbieten oder sie extern durchführen lassen. Bei einer externen Durchführung ist jedoch zu beachten, dass eine Rechnung notwendig ist. Außerdem gilt: Überschreiten Sie den Freibetrag von 500€ pro Kalenderjahr, ist nur der übersteigende Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Kommt es außerdem zum Arbeitsgeberwechsel oder liegt eine Mehrfachbeschäftigung vor, steht der Freibetrag doppelt und in voller Höhe zu Verfügung.

Neben der Förderung von gesundheitsfördernden Maßnahmen, gibt es außerdem staatliche Zuschüsse für Büromöbel. Leiden Sie beispielsweise unter Rückenschmerzen, Nackenschmerzen oder Gelenkschmerzen, dann ist ein Stehschreibtisch die optimale Lösung für Sie.