Innere Unruhe – Kopfsache oder krankhaft?

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Innere Unruhe – Kopfsache oder krankhaft?

Ständige Anspannung, Nervosität oder schlaflose Nächte – beinahe jeder von uns hat eine derartige Lebensphase schon einmal erlebt. Eine Beschreibung für diese Stimmungslage zu finden, fällt den meisten von uns sehr schwer. Was ist innere Unruhe, woher kommt sie und wie wirkt sie sich aus?

 

Was ist innere Unruhe?

 

Innere Unruhe kann im Alltag hochgradig belastend sein. Unkonzentriertheit und ein immer begleitender Druck wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und erschwert die Kommunikation zu Mitmenschen enorm. Die fehlende Gelassenheit und Ruhe bringen Ungeduld sowie generelles Unwohlsein mit sich. Aufgrund von dauerhaftem Stress, Ängsten, Sorgen und Nöten geraten die Seele, der Körper und der Geist in einen Ausnahmezustand. Verstärkt wird dieses Gefühl im Zeitalter der Digitalisierung durch das Vibrieren oder Klingeln unserer ständigen Begleiter: Handys, Tablets und co.
 

Symptome

 

Wie wirkt sich das Gefühl der konstanten Nervosität auf uns aus? Während einige mit psychischen Auswirkungen zu kämpfen haben, leiden andere unter körperlichen Beschwerden. Zu den psychischen Faktoren zählen unter anderem Reizbarkeit, Nervosität, Druck und Konzentrationsstörungen. Allerdings bleibt es meist nicht nur bei den psychischen Auswirkungen. Auch Schweißausbrüche, Zittern und Herzrasen zählen zu den körperlichen Symptomen.
 

Ursachen

 

Manchmal ist der Hintergrund einer inneren Unruhe schnell sichtbar, während andere Ursachen schwer zu erkennen sind. Schnell einzuordnende Ursachen sind beispielsweise Prüfungsangst, Lampenfieber oder Stress. Des Weiteren, kann ein erhöhter Koffein-, Alkohol oder Nikotinkonsum zu innerer Unruhe führen. Oft ist die innere Unruhe auch ein Begleitsyndrom von psychovegetativen, also unterbewusst ablaufenden, Allgemeinstörungen. Neben Nervosität, Müdigkeit, Schlafstörungen, Schwindel, niedrigem Blutdruck oder Kopfschmerzen, plagen sich Erkrankte mit dem Gefühl der inneren Unruhe. Da die physische Gesundheit stark mit der psychischen Gesundheit zusammenhängt, ist die innere Unruhe oft auch auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen. Dazu zählen Unterzuckerung, ein niedriger Blutdruck, Schilddrüsenüberfunktion sowie funktionelle Herzbeschwerden. Weiterhin können die Wechseljahre oder Depressionen als Ursachen vorliegen. Auch Drogenkonsum oder die Nebenwirkungen sowie Entzugssymptome von Medikamenten können innere Unruhe auslösen.

 

Innere Unruhe – was tun?!

 

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Fühlst Du Dich von den oben genannten Ursachen und/oder Symptomen angesprochen? Zu aller erst kann gesagt werden, dass der Gang zum Hausarzt bzw. zur Hausärztin, vor allem bei akuten Fällen, zu raten ist. Diese/r kann Dir sowohl bei physischen, als auch bei psychischen Ursachen und Symptomen helfen und gegebenenfalls an professionelle Hilfestellen weiterleiten. Aber nicht nur der/die Hausarzt/Hausärztin kann erlösend sein. Auch wir selber können was zur Genesung beitragen. Entspannungsübungen, wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson sowie Beruhigungstee und ein warmes Vollbad können zur Entspannung der inneren Unruhe führen. Auch pflanzliche Präparate, wie Baldrian, Hopfen und Passionsblume oder homöopathische Mittel, wie Chamomilla, Kalium, Arsenicum album oder Nux vomica können die Linderung innerer Unruhe beschleunigen. Des Weiteren ist regelmäßige Bewegung und Stress Vermeidung essenziell. Vor allem auf dem Arbeitsplatz ist ein Ausgleich zum starren “vor dem Computer Arbeiten” ausgesprochen wichtig. Ein Pro Tipp hierbei: Im Stehen arbeiten 😉!
 

Kopfsache oder krankhaft? – Fazit

 

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass innere Unruhe sowohl psychische als auch physische Ursachen haben kann, die auch wechselseitig Einfluss aufeinander nehmen können. Hierbei solltest Du die oben genannten Tipps befolgen und Dich Deinen Mitmenschen anvertrauen. Wir wünschen Dir gute Besserung!