Motivation steigern – Wie geht das?

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Motivation steigern – Wie geht das?

Die Motive des Menschen bewegen uns dazu persönliche Ziele zu verfolgen. Dies geschieht meist unterbewusst basierend auf dem eigenen Anreiz und Ansporn. Doch wie genau funktioniert das? Und woher kommt unsere Motivation?

Um dies zu beantworten, frage Dich einmal folgendes. „Was bringt mich dazu morgens aufzustehen?“ Die Antwort: Unsere Motivation. Denn diese wirkt sich auf unsere individuellen Handlungen aus. Jedoch ist das von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die einen haben einfach nur Durst, die anderen möchten etwas Großes bewegen. Dafür gibt es in Japan sogar ein Wort: Ikigai („Lebenswert“) – etwas zu tun, für das es sich lohnt, morgens aufzustehen.

Wie entsteht Motivation? Woher kommt sie?

Zwar wissen wir jetzt was Motivation ist. Aber wie entsteht sie eigentlich? Damit beschäftigen sich Forscher seit vielen Jahren überall auf der Welt. Deswegen stellen wir Dir heute die drei bekanntesten und wissenschaftlich-basierten Theorien vor.

Intrinsische vs. extrinsische Motivation

Die erste Theorie unterscheidet zwischen zwei Arten der Motivation: Intrinsische und extrinsische Motivation.
Also innere und äußere Motivation.

Frau mit Fernglas

Intrinsische Motivation entsteht in Dir selbst. Also aus dem inneren Willen. Dabei handelst Du aus Eigenantrieb. Sowohl Deine Bedürfnisse und Wünsche als auch Deine persönlichen Zielen beeinflussen Dein Verhalten. So triffst Du Entscheidungen basierend auf dem, was Dich inspiriert und anspornt.
Beispiele: Werte, Ideale, Hobbys, Leidenschaft, Neugierde, usw.   

Extrinsische Motivation - Geld

Extrinsische Motivation entsteht durch äußere Einflüsse finanzieller oder materieller Art. Du handelst aus Fremdantrieb. Du interessierst Dich auf einmal für eine Aufgabe, für die Du vorher keine Begeisterung hattest. Weil Du eine Belohnung möchtest oder Strafen vermeiden willst. So werden Anreize geschaffen, die Einfluss auf Dein Verhalten haben.
Beispiele: Geld, Bonus, Lob, Status, Anerkennung, Strafen, usw.

Fazit

Extrinsische Motivation kann sich negativ auf Deine intrinsische Motivation auswirken, diese sogar ganz ersetzen. Jedoch liegt die langfristige und wahre Motivation in uns selbst. Nur, wer fähig ist sich selbst zu motivieren, kann anhaltend davon profitieren.

Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg

Die Zwei-Faktoren-Theorie basiert auf der Annahme, dass Zufriedenheit und Unzufriedenheit unabhängig voneinander entstehen. Dabei wird danach gefragt, welche Faktoren sich negativ und welche positiv auf die eigene Motivation auswirken. Es werden unterschiedliche Motivziele klassifiziert und zwischen zwei Einflussfaktoren unterschieden: Motivatoren und Hygienefaktoren.

Hygienefaktoren beziehen sich auf den Kontext der Arbeit. Sie beziehen sich also auf das Umfeld der Arbeit, auf die extrinsischen Faktoren. Außerdem bestimmen sie, ob jemand unzufrieden ist. Dennoch tragen sie weniger zur Zufriedenheit und Motivation bei. Beispiele für Hygienefaktoren sind:

  • Entlohnung
  • Führung
  • Arbeitsbedingungen
  • Beziehungen zu Kollegen, Führungskraft
  • Unzufrieden / nicht unzufrieden

 

Motivatoren beziehen sich auf den Inhalt der Arbeit. Sie beeinflussen die Motivation zur Arbeit selbst, also die intrinsische Motivation. Die Menschen streben nach Wachstum und Zufriedenheit mit der eigenen Arbeitsleistung. Das funktioniert aber erst bei verbesserten Hygienefaktoren. Beispiele für Motivatoren sind:

  • Anerkennung
  • Arbeitsinhalte
  • Verantwortung
  • Wachstumsgefühl
  • (Un)Zufriedenheit

 

Demnach müssen beide Zustände gut sein, um mit der Arbeit zufrieden zu sein. Dann erst kommt nachhaltige Motivation zustande. Wenn sich ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin in einem optimalen Umfeld bewegt, ist er oder sie zufrieden. Wenn er oder sie dazu noch Verantwortung für eine neue Herausforderung übernimmt, ist er oder sie wirklich motiviert. Folglich kann dadurch erklärt werden, warum uns zu niedrige Löhne unglücklich machen, aber man die Motivation und Zufriedenheit nicht über das Gehalt unbegrenzt steigern kann.

Maslowsche Bedürfnispyramide

Mit dem Modell der Maslowschen Bedürfnispyramide lässt sich erklären, was die Menschen dazu motiviert, so zu handeln wie sie es tun. Die Bedürfnisse der Menschen bilden 5 Kategorien und bauen hierarchisch aufeinander auf.

Defizitbedürfnisse:

Bedürfnisspyramide

Stufe 1: Physiologische Bedürfnisse

Sauerstoff, Wasser, Nahrung

Stufe 2: Sicherheitsbedürfnisse
Schutz, Stabilität finanzieller und sozialer Art

Stufe 3: Soziale Bedürfnisse
Gemeinschaft, Familie/Freunde, Austausch, Kommunikation

Wachstumsbedürfnisse:

Stufe 4: Individualbedürfnisse
Macht, Anerkennung, Wertschätzung, Status

Stufe 5: Selbstverwirklichung
Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten, Entwicklung, Kreativität, seinem Leben Sinn zu geben, Erkennen und Entfalten des eigenen Potenzials.

Die Defizitbedürfnisse müssen zuerst befriedigt sein, damit man Zufriedenheit empfindet. Die Wachstumsbedürfnisse kann man nie endgültig befriedigen. Denn der Mensch strebt nach Weiterentwicklung und Neuorientierung und hat somit immer neue Bedürfnisse. Mehr Informationen über die Maslowsche Bedürfnispyramide findest Du hier.

Tipps und Tricks: So steigerst Du langfristig Deine Motivation

Die Motivation ist ein grundlegender Erfolgsfaktor für das Erreichen Deiner Ziele. Aber jeder kennt es. Es gibt Tage, an denen man sich nicht motivieren kann oder an denen die Prokrastination das Sagen hat. Man hat „einfach keine Lust“ oder muss erst einmal lernen, wie sich die eigene Konzentration steigern lässt.

Mit welchen Tricks Du ganz schnell neue Motivation fasst und diese langfristig steigerst, erfährst Du hier:

  1. Setze Dir klare Ziele

Stelle Dir jeden Tag die Frage „Warum stehe ich morgens auf?“. So wirst Du Dir Deiner Ziele bewusst. Zudem verstehst Du welche Handlungen nötig sind, um in Deinem Sinne erfolgreich zu sein. Du weißt, was Dich antreibt und anspornt und kannst Dich jederzeit neu motivieren. Allerdings sehr wichtig hierbei: Definiere nur Ziele, die auch eine Bedeutung haben und die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten. Sind Deine Ziele gesetzt, hilft Dir neben Deiner Motivation auch Deine mentale Stärke bei der Umsetzung.

  1. Suche Dir Gleichgesinnte

Indem Du auf Deine Umgebung achtest, schaffst Du ein Umfeld, das Dich anspornt. Dabei spielt die soziale Dimension eine wichtige Rolle. Entweder als Selbständiger in einem Coworking Space oder als Student in der Bibliothek. Sobald Du mit Gleichgesinnten zusammenarbeitest, steigt Deine Motivation.

  1. Teile Deine Erfolge

Solange Du Dir realistische Ziele setzt, profitierst Du von den Erfolgserlebnissen. Aber nur, wenn Du auch kleine Erfolge offen kommunizierst. Auch wenn Du Deine Ziele nicht mit Deinen direkten Bekannten teilen kannst, solltest Du dich offen über sie freuen können. Suche Du Dir eine Online Community. Auch der Austausch mit Menschen, die Du nicht persönlich kennst, kann motivieren und dir Freude bereiten. Durch das geteilte Erfolgserlebnis, kann Dir Deine Arbeit sogar noch mehr Spaß machen.

  1. Entwickle eine Morgenroutine

Entwickle neue Gewohnheiten und Routinen. Denn so sparst Du nicht nur Zeit und Energie, sondern garantierst auch Qualität. Zuallererst solltest Du eine Morgenroutine entwickeln. Denn wer bereits morgens gut startet, der hat den ganzen Tag über mehr Energie. Tipps mit denen Dir das Aufstehen leichter fällt und du munter in den Tag starten kannst, findest Du hier.

  1. Gönn’ Dir was!

Kleine Belohnungen zwischendurch dienen als Ansporn. Aber Vorsicht: diese sollten nicht Deinen eigenen Willen ersetzen, sondern lediglich als Verstärker dienen. Denn Dein Gehirn verbindet die Arbeit so mit etwas Positivem.

  1. Triff Deine eigenen Entscheidungen

Triff Deine eigenen Entscheidungen, ohne Dich von anderen Menschen beeinflussen zu lassen. Das bezieht sich auf alle Entscheidungen in Deinem Leben, also egal ob Job, das nächste Urlaubsziel, oder eine Partnerschaft. Nur wenn Du ein selbstbestimmtes Leben führst, tust Du das, was Dir Spaß macht und Dich motiviert. Wenn Du mehr zum Thema “Glücklich sein im Job” erfahren möchtest, klicke hier.

  1. Bleib neugierig!

Das Gefühl von Weiterentwicklung wirkt sich positiv auf Deine Motivation aus. Indem Du Deine Kompetenzen erweiterst und neue Dinge ausprobierst, wächst Deine Kreativität und Deine Antriebskraft. Wichtig dabei: Erkenne Deine Erfolge und visualisiere Deinen Fortschritt. Zum Beispiel: Vergleiche Deine Trainingsergebnisse im Fitnessstudio mit dem Monat davor.

  1. Erkenne den Sinn in Deinen Aufgaben

Versuche immer den Sinn in Deinen Aufgaben zu sehen. Denn mit einer Vision vor Augen, bekommt jede Aufgabe eine neue Bedeutung. Wie das geht? Indem Du Deine Ziele visualisierst. Und positive Gefühle mit Deinen Zielen in Verbindung bringst. Hast Du Deine Lebensaufgabe erst einmal gefunden, bleibst Du automatisch motiviert. Hilfreich hierfür können Vision Boards bzw. Dream Boards sein.

Fazit

Es gibt viele Meinungen und Theorien dazu, wie man die Motivation steigert. Und überall ist bestimmt etwas Wahres dran. Aber wir dürfen nicht vergessen: Jeder Mensch hat andere Motive und verfolgt andere Ziele. Deshalb solltest auch Du Deinen eigenen Weg gehen und Deine Träume wahr werden lassen.

 


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