Migräne – Das hilft gegen die quälenden Kopfschmerzen!

Migräne

Migräne – Das hilft gegen die quälenden Kopfschmerzen!

Nun ja, Kopfschmerzen an sich sind kein allzu großes Mysterium – jeder musste schon einmal das Hämmern hinter den Schläfen, den dumpfen Druck oder stechenden Schmerz aushalten. Eine Erscheinungsform jedoch stellt sich als ziemlich komplex und besonders unangenehm dar: die Migräne. Wir erklären Dir, was es damit genau auf sich hat und was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist. 

Kopfschmerz vs. Migräne

Eine Migräne ist kurz gesagt eine Form von Kopfschmerzen, die sehr plötzlich und immer wieder eintritt. Nach dem Spannungskopfschmerz sind sie, mit 38% Prozent, die zweithäufigste Kopfschmerzart in Deutschland. Insgesamt gibt es übrigens über 200 Arten von Kopfschmerzen. Während Bewegung gegen gewöhnliche Kopfschmerzen helfen kann, sollten sich Betroffene bei der Sonderform Migräne lieber hinlegen und ausruhen, da die Schmerzen sonst häufig zunehmen.

Krankheitsbild: Migräne

Mirgäniker – so werden Migräne-Betroffene genannt – reagieren meist sehr empfindlich auf Licht, Lärm oder starke Gerüche. Darüber hinaus haben sie mit Übelkeit und nicht selten auch mit Erbrechen zu kämpfen.
Beträgt die Dauer der Migräne zwischen vier und 72 Stunden und treten die Beschwerden sehr plötzlich auf, so sprechen wir von Migräne ohne Aura, mit der wir es in 80% der Fälle zu tun haben. Bei einer Migräne mit Aura kündigen sich die Kopfschmerzen vorher hingegen auf verschiedene Art und Weise an: So kann es vor den eigentlichen Schmerzen beispielsweise zu Sehstörungen, Kribbelgefühlen, Lähmungen oder auch Schwindelgefühlen kommen. Dies ist auf eine Reizung des Gehirns zurückzuführen. Konkret äußern sich dadurch Beschwerden wie Augenflimmern, Orientierungs- oder Sensibilitätsstörungen. Typischerweise dauert eine Aura wenige Minuten bis zu einer Stunde an.

Neben der Unterscheidung zwischen Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura kann außerdem zwischen zwei Verlaufstypen unterschieden werden.
Episodische Migräne: Tritt an maximal 15 Tagen im Monat auf.
Chronische Migräne: Tritt an mehr als 15 Tagen im Monat auf, über mindestens 3 Monate in Folge hinweg.

Um die Art der Migräne individuell bestimmen zu können, ist es sinnvoll, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Hier kannst du notieren, wann die Schmerzen auftreten, wie lange sie anhalten und wie intensiv sie sind. Weiterhin ist es nützlich und von Bedeutung, die Auslöser zu identifizieren, um im nächsten Schritt gezielt vorbeugen zu können.

Auslöser

Die Nummer 1 der Auslöser ist – wie so oft – Stress. Das gilt sowohl für körperliche als auch emotionale Belastungen. So haben sowohl Schlafmangel, hormonelle Schwankungen aber auch Wetterwechsel Einfluss auf das Eintreten von Migräne-Anfällen. Neben dem Wetter bestimmt unsere Umwelt auf viele verschiedene Arten über unser Wohlergehen: Große Höhen, verqualmte Räume, Kälte, Lärm oder Flackerlicht können Migräne auslösen. Wichtig: Für die Diagnose solltest Du mögliche Faktoren, die im Zusammenhang mit dem Auftreten der Migräne stehen, dokumentieren und sie mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin besprechen!

 

Linderung von Migräne-Attacken

Migräne ist nicht heilbar. Tritt sie akut auf, können Medikamente helfen. Freiverkäufliche Schmerzmittel genügen dabei meistens. Bahnt sich ein Migräne-Schub an und macht sich durch erste Symptome frühzeitig bemerkbar, kannst Du den Schmerzen frühzeitig entgegenwirken, indem Du bereits dann ein Schmerzmittel einnimmst.
Bei schweren Migräne-Attacken solltest Du zum Deinem Arzt oder Deiner Ärztin gehen. Dort wird Dir am besten weitergeholfen.

Eine kleine Warnung: Medikamente sind generell keine Dauerlösung. Längerfristig ist die Kontrolle Deiner persönlichen Auslöser die beste Möglichkeit, um Migräne vorzubeugen.

Deshalb erklären wir Dir im Folgenden, wie Du richtig mit den Auslösern umgehst.

 

Mit Auslösern umgehen

 

  • Wetter und Klima
    Vermeide direkte, starke Sonnenbestrahlung oder schwüle Hitze!

 

  • Nahrungsmittel und Alkohol
    Im Allgemeinen ist es sehr wichtig, dass Du genug Wasser trinkst: mindestens 1,5 Liter pro Tag sollten es sein. Bist Du Leitragend/e, solltest Du außerdem so weit wie möglich auf Alkohol verzichten. Auch von Käse, Würstchen, Schokolade, Zitrusfrüchte oder Fertiggerichte solltest Du lieber die Finger lassen. Oft ist es der Geschmacksverstärker Natriumglutamat, der Migräne-Betroffenen zu schaffen macht. Beobachte Deine Essgewohnheiten und stell notfalls die Ernährung um.

 

  • Schlaf
    Ein fester Tagesrhythmus ist wichtig. Dies bedeutet neben festen Essenszeiten und Trinkmengen auch, die gewohnte Anzahl an Schlafstunden am Wochenende einzuhalten.

 

  • Verhütungsmittel/Menstruation
    Studien fanden heraus, dass die Antibabypille Migräne verstärken kann. Auch hier solltest Du Dich ausführlich von Deinem Arzt oder Deiner Ärztin beraten lassen.

 

  • Stress und Körperliche Anstrengung
    Entspannungstechniken kann jeder lernen. Beginn mit autogenem Training und progressiver Muskelentspannung. Stressbewältigungstrainings sind für viele Betroffene ebenfalls hilfreich. Finde den Kurs, der zu Dir passt!
    Zum Ausgleich ist weiterhin regelmäßig betriebener, schonender Ausdauersport zu empfehlen. Fahrrad fahren, schwimmen oder laufen – 2 bis 3 Mal pro Woche für etwa 20 bis 30 Minuten Sport ist optimal. Denn: Bewegung sorgt dafür, dass Stresshormone schneller abgebaut werden und senkt damit insgesamt den Stresshormonspiegel. Dadurch wird die individuelle Schmerzschwelle abgesenkt. Nach einer Studie des Universitätsklinikum Mainz haben die Betroffenen durch regelmäßigen Ausdauersport durchschnittlich 14,5% weniger Migränetage im Monat.

 

Wenn Du zu den Menschen gehörst, die die meiste Zeit arbeiten

Ja, was wenn regelmäßiger Sport 2-3 Mal die Woche wegen unzähliger Termine nicht drin ist?
Dann betreibst Du sozusagen Alltagssport. Es sind kleine Dinge: Nimm die Treppe statt des Aufzugs! Ist das Auto vielleicht zu einigen Anlässen in der Woche entbehrlich? Baue kurze Spaziergänge in Ihren Tagesablauf ein!

Selbst auf der Arbeit gibt es Hoffnung auf Bewegung: Ein Stehschreibtisch kann Dir die nötige präventive Bewegung verschaffen. Während  die Aktivitäten Deines Körpers im Sitzen gegen Null gehen, kommt er im Stehen wieder in Fahrt: Die Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System werden angeregt. Der Wechsel bringt Dich wieder auf Trapp. Nebenbei bist Du dadurch auch produktiver.

Das beste daran? Du musst Deinen alten Schreibtisch nicht Mal entsorgen. Mit einem Stehschreibtischaufsatz kannst Du Deinen alten Schreibtisch in Nullkommanichts zu einem Stehschreibtisch umfunktionieren – und das deutlich preiswerter.

Der Leidensdruck bei Migränikern ist groß und wir können ihn leider nicht komplett nehmen. Aber Du kannst die Beschwerden durch kleine, aber konsequent beibehaltene Änderungen in Deinem Leben um einiges reduzieren.

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