Nackenschmerzen – Was tun?

Nackenschmerzen behandeln

Nackenschmerzen – Was tun?

Permanente Nackenschmerzen im Alltag sind eine große Belastung. Schmerzmittel helfen nicht, sie stoppen lediglich das Alarmsignal des Körpers, ohne das Problem zu lösen.

 

Was sind Nackenschmerzen genau?

Rund 70 Prozent aller Schmerzleidenden in Deutschland leiden an Rückenschmerzen – schätzungsweise jeder Dritte leidet besonders unter Beschwerden am Nacken- und Schultergürtel. Dabei sind durch die Arbeit bedingte Schmerzen am häufigsten.

Bei Nackenschmerzen handelt es sich um Schmerzen im Nackenbereich, die auch in Schulter, Arme oder Kopf ausstrahlen können. Dafür sind verschiedene Ursachen möglich. Es ist nicht selten, dass auch Schwindel und Kopfschmerzen damit in einem Zusammenhang stehen.

Manchmal verursachen auch Schäden an Kopf- und Halsgelenken oder an den Bändern die Beschwerden. Die gute Nachricht: ein ernsthafter Hintergrund ist selten. In der Regel sind nur Fehlhaltungen im Alltag die Ursache. Also was tun bei Nackenschmerzen? Hier finden Sie die häufigsten Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

 

Häufige Ursachen

Nackenschmerzen können ein Symptom für viele unterschiedliche Erkrankungen sein, beispielsweise in der Halswirbelsäule oder in der Schulter und der Brust. Zu den häufigsten Ursachen zählen Überlastungsprobleme der lokalen Muskulatur und des Weichgewebes durch Fehlhaltungen. Ein Beispiel dafür wäre lange Arbeit am Bildschirm. Mit zunehmendem Alter findet ein chronischer Verschleißprozess der Halswirbelsäule statt. Dies kann Bandscheiben und Wirbelgelenke beeinträchtigen und zu Bandscheibenvorfällen oder Wirbelkörperblockaden führen.

Seltenere Ursachen sind Entzündungen oder Tumore der Wirbelsäule, rheumatische Erkrankungen, neurologische Erkrankungen (Nervenlähmung, Rückenmarksverletzungen) sowie Auswirkungen von Verletzungen, wie Schleudertrauma, Wirbelkörperfrakturen, Instabilitäten der Wirbelsäule. Neben diesen Erkrankungen der Halswirbelsäule können auch Schultergelenkerkrankungen zu den entsprechenden Symptomen führen.

Auch innere Erkrankungen wie die Koronararterien (Angina pectoris, Myokardinfarkt) können Schulter- oder Nackenschmerzen verursachen. Nicht selten treten vor allem chronisch wiederkehrende Schmerzen mit psychischen Belastungen oder Stresssituationen ohne orthopädische Ursache auf. In psychisch belastenden Situationen verspannt sich unser Körper. So ist auch Liebeskummer oftmals ein Auslöser.

Die Nackenspannung greift oft Schulter und Kopf an. Der Schmerz kann in den Arm ausstrahlen und sogar Taubheit in den Fingern verursachen. Kopfschmerzen lassen sich ebenfalls manchmal auf Nackenverspannungen zurückführen.

Es gibt vier Gruppen von Nackenschmerzen, in die sich die wichtigsten Arten einteilen lassen. Diese Gruppen sind nach ihren Ursachen unterteilt. Und zwar:

  • Mechanisch ausgelöste Nackenschmerzen
  • Nicht mechanisch ausgelöste Nackenschmerzen
  • Übertragungsschmerz
  • Nackenschmerzen mit mentalem Hintergrund

 

Verspannung der Muskeln

  • schlechte Haltung: beim Arbeiten, während des Schlafens oder während des Trainings wird wiederholt die gleiche falsche Position eingenommen
  • Psyche: mentale Anspannung macht sich durch Muskelverspannungen bemerkbar
  • Erkältung: muskulöse Verspannungen durch Kopf- und Gliederschmerzen
  • Zugluft: bei kalter Zugluft sind die Muskeln unterbewusst verkrampft, weshalb ein steifer Nacken oft die Folge ist
  • Muskelzerrungen: unkontrollierte, plötzliche Bewegungen und Belastungen des Halses führen zu einer Zerrung

 

Verletzungen

  • Schleudertrauma: durch abrupte Kopfbewegungen ausgelöst, vor allem bei Autounfällen

 

Physische Abnutzung

  • Bandscheibenvorfall
  • Arthrose
  • Spondylose
  • Chondrose
  • Zervikale Spinalkanalstenose
  • Cervicocephalic-Syndrom (Barré-Lieou-Syndrom)
  • Osteoporose
  • Rachitis

 

Weitere Ursachen

  • Übertragungsschmerz
  • Tumore oder Metastasen im Bereich des Halses
  • Rheumatische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis
  • Meningitis (Hier sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden!)
  • Skoliose (schiefer Rücken)
  • Fibromyalgie
  • Abszesse
  • Bandscheibenentzündung (selten)
  • Morbus Scheuermann: ausgeprägter Rundrücken durch Fehlhaltung
  • Abnormitäten der Wirbelkörper (selten)

 

Nackenschmerzen: Symptome

Nackenschmerzen können in jeder Altersgruppe auftreten. Im höheren Alter nehmen sie jedoch zu. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Oft stehen Nackenschmerzen in Verbindung mit Strahlungen in die Schulter. Ein steifer Nacken entsteht, wenn die Beweglichkeit des Kopfes stark eingeschränkt ist. Bewegungen nach links, recht, oben und unten bereiten dabei Schmerzen.

Wenn zusätzlich zu den Beschwerden bezüglich des Nackens Schmerzen an den Armen oder Händen, Lähmungen oder sensorische Störungen auftreten, spricht man von Cervico-Brachial-Syndrom oder Nacken-Schulter-Arm-Syndrom.

Nackenschmerzen: Diagnose und Verlauf

Da es viele unterschiedliche Ursachen gibt, kann auch die Diagnose sehr verschieden ausfallen. Zunächst wird die Halswirbelsäule auf lokale Schmerzpunkte, Beweglichkeit und Muskelverhärtungen untersucht. Außerdem werden standardmäßig Röntgenaufnahmen erstellt.

Der Verlauf von Nackenschmerzen durch Muskelverspannungen ist meist gutartig und vorübergehend. Nackenschmerzen aufgrund von Verschleißerscheinungen, Erkrankungen nach Halswirbelsäulenverletzungen, neurologischen oder rheumatischen Erkrankungen verlaufen im Allgemeinen chronisch mit Perioden akuter Schmerzen und Phasen in denen kaum Beschwerden vorhanden sind. Je nach Grunderkrankung kann sich der Verlauf allerdings auch anders gestalten.

Akute und chronische Nackenschmerzen

Meistens sind akute Nackenschmerzen harmlos und sind nach ein paar Tagen vorbei. Auslöser können lange Arbeit am Computer oder psychischer Stress wie Liebeskummer sein.

Wird aber eine falsche Haltung über Jahre beibehalten, können auch Folgeschäden wie Veränderungen im Wirbelkörper oder ein Bandscheibenvorfall entstehen. Chronische Nackenschmerzen, die länger als 12 Wochen andauern, sind meistens ein Anzeichen für körperlichen Verschleiß.


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Behandlung und Therapie

Die Behandlung von Nackenschmerzen besteht hauptsächlich aus Krankengymnastik und physikalisch-therapeutischen Maßnahmen. In der Phase der akuten Schmerzen helfen in der Regel Schmerzmittel und eine vorübergehende Entlastung der Halswirbelsäule. Des Weiteren können eine Nackenrolle oder ein ergonomisch geformtes Nackenkissen ebenfalls zur Entlastung beitragen.

Alternative Behandlung von Nackenschmerzen

Über die klassischen Behandlungsmöglichkeiten hinaus können Akupunktur oder naturheilkundliche Verfahren angewendet werden. Außerdem werden verschiedene Injektionsbehandlungen und spezielle Kathetermethoden zur Schmerzlinderung eingesetzt.

Sollten die herkömmlichen Methoden allerdings keinen Erfolg verzeichnen, sind nach einer klaren Diagnose auch chirurgische Eingriffe möglich.

Vorbeugung

Vermeiden Sie auf jeden Fall einseitige Belastungen und schlechte Körperhaltung um Nackenschmerzen vorzubeugen. Ergonomisch geformte Nackenkissen sowie Nackenrollen verhindern positionsabhängige Spannung im Schlaf. Ebenfalls können Übungen zur Stärkung der Nackenmuskulatur  Nackenschmerzen zusätzlich vorbeugen.

Nackenschmerzen: Was können Sie selbst tun?

Die Ursache für einen steifen Nacken ist meistens eine falsche Haltung oder Bewegung.

Das können Sie tun:

  • Aktiv entspannen
  • Halten Sie den Hals warm
  • Zugluft vermeiden
  • Stärken Sie Ihren Körper durch Sport. Hierdurch wird nebenbei auch Stress abgebaut.
  • Rückentraining: gezielte Stärkung der Rücken- und Nackenmuskulatur
  • Massagen
  • gesunder Schlaf durch Nackenkissen oder eine rückenschonende Matratze

 

Schonen Sie Ihren Nacken am Arbeitsplatz

Durch langes Sitzen im Büro wird der Körper einseitige belastet. Das ist nicht gesund und führt dadurch zu Nacken- und Rückenschmerzen. Der Körper sendet in Form des Schmerzes ein Warnsignal, das dazu auffordert etwas an der Situation zu ändern.

Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomisch, um Beschwerden zu vermeiden.

Dazu können Sie:

  • Ihren Bürostuhl anpassen
  • den Bildschirm mindestens 50 Zentimeter vom Gesicht entfernt aufstellen, dabei sollte der Blick leicht nach unten gerichtet sein
  • Ihre Haltung immer wieder verändern: legen Sie während der Arbeit immer wieder kleine Pausen ein und arbeiten Sie zwischendurch auch mal im Stehen. Dadurch werden die Muskeln entspannt und Rücken und Nacken entlastet.

Leider ist nicht immer die Möglichkeit gegeben, auch im Stehen zu arbeiten. Denn Stehschreibtische sind meist teuer und darüber hinaus müsste der bisherige, vielleicht erst vor Kurzem angeschaffte, Tisch entsorgt werden. Um genau diese Probleme zu lösen, haben wir den Standsome entwickelt. Eine Alternative zur ständigen Arbeit im Sitzen und trotzdem kostengünstiger als der teure elektrische Tisch. Der höhenverstellbare Stehschreibtisch-Aufsatz ist außerdem schnell auf dem alten Schreibtisch platziert und bietet die nötige Abwechslung. So werden Nacken und Rücken entlastet und die Arbeit macht auch gleich mehr Spaß.

 

Auf ein schmerzloses Arbeiten!