Probezeit: Testphase für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Probezeit

Probezeit: Testphase für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Das Bewerbungsgespräch lief super, der Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Und nun trittst Du guten Gewissens deine neue Stelle an. Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern, denn die Probezeit steht dir erst noch bevor. Das bedeutet, dass Du dich in den nächsten Monaten erst mal beweisen musst. Du musst deine Vorgesetzten davon überzeugen, dass Du die richtige Wahl warst.

Probezeit, muss das sein?

Die Probephase ist eine Art Testlauf. Doch nicht nur für dich als Arbeitnehmer. Auch der Arbeitgeber wird auf die Probe gestellt.

Außerdem ist die Anfangszeit auf Probe auch ein Kennenlernprozess für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Dein Chef lernt deine Arbeitsweise und deine eventuellen Schwächen und Stärken kennen. Für dich ist es eine Eingewöhnungsphase, in der Du dich integrieren kannst, Beziehungen zu deinen Kollegen aufbaust und die betrieblichen Abläufe kennenlernst. So gewinnst Du einen Eindruck über die Unternehmensidentität und was im Betrieb wichtig ist.

 

Wird viel Wert auf einen lockeren Umgang gelegt? Kümmert sich die Firma um das Betriebliche Gesundheitsmanagement? Unternehmen, in denen gesundheitliche Vorsorge eine große Rolle spielt, stellen ihren Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten zur Entlastung zur Verfügung. Hier könnte der Standsome ein Beispiel sein. Der Schreibtischaufsatz ermöglicht flexibles Arbeiten und entlastet den Rücken und die Wirbelsäule während des Arbeitens.

Vor- und Nachteile der Probezeit

Für beide Seiten bietet die Probezeit also eine gute Möglichkeit der Orientierung. Du als Arbeitnehmer kannst dir einen ersten Eindruck vom Unternehmen verschaffen. Außerdem kannst du so herausfinden, ob dir die Stelle auch in der Praxis gefällt und Du dir die Arbeit langfristig dort vorstellen kannst. Es ist schließlich wichtig, ob Du in dem Unternehmen die erwarteten Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten hast. Wurden dir anfangs falsche Versprechungen gemacht oder hattest Du selbst andere Erwartungen? So hast du nun noch die Chance, deinen Job problemlos zu quittieren. Ein Job, zu dem Du dich jeden Morgen quälen musst, führt auf Dauer nämlich zu nichts und bringt dir nur Stress. Und dem solltest du unbedingt vorbeugen! Einige weitere nützliche Tipps dazu findest Du in unserem Artikel zum Vermeiden von Stress und Burnout. Der Arbeitgeber bekommt ebenfalls die Möglichkeit, sich den neuen Angestellten zunächst genauer anzuschauen. Besitzt derjenige wirklich die nötigen Fähigkeiten und Kompetenzen für die Stelle?

 

Fakten zur Probezeit

    1. Regelzeit: 3-6 Monate
    2. Bedingungen sind im Arbeitsvertrag geregelt
    3. Kündigung ist ohne Angabe von Gründen möglich
    4. Nach der Probezeit greift der normale Kündigungsschutz

 

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Benimm-Guide

Gerade während der ersten sechs Monate solltest Du dich von deiner besten Seite präsentieren und deinen Arbeitgeber von dir überzeugen.

  • Höflichkeit und Freundlichkeit sind das A & O um zu punkten! Sei offen gegenüber deinen Kollegen, gehe auf sie zu und lerne sie kennen
  • Spiele als Teamplayer. Nichts ist nerviger als jemand, der immer seine eigene Meinung durchsetzen will. Versuche, dich direkt ins Team einzugliedern.
  • Sei pünktlich! Pünktlichkeit ist sowohl im Alltag, also auch im Beruf eine Tugend und überaus wichtig.
  • Informiere dich und beachte die Unternehmensnormen. Gibt es eine Kleiderordnung? Oder bestimmte Umgangsformen?
  • Eigeninitiative ist das Codewort! Warte nicht immer, bis man dir Aufgaben zuteilt. Biete auch den anderen Mitarbeitern deine Hilfe an.
  • Ein respektvoller Umgang erklärt sich eigentlich von selbst. Wenn Du Kritik üben willst, dann konstruktiv und sachlich.

 

Tipp: Schau dir vorher Erfahrungsberichte von anderen Berufseinsteigern in deinem Unternehmen an. Dann weißt Du ungefähr, was auf dich zukommt.

Also sieh die Probezeit nicht unbedingt als etwas Schlechtes an. Sie bietet dir die Chance, erstmal reinzuschnuppern und anzukommen, bevor Du dich endgültig fest an ein Unternehmen bindest. Außerdem kannst Du währenddessen besonders zeigen, was Du auf dem Kasten hast!