Resilienz – erfolgreicher arbeiten!

Resilienz

Resilienz – erfolgreicher arbeiten!

Liegt Dir noch im Magen, was Dein*e Vorgesetzte*r Dir vor 9 Tagen an den Kopf geworfen hat? Hast Du Angst vor Fehlern, weil die nachfolgenden Kommentare von Anderen dann ständig auf Deinen Schultern lasten? Nagt eine Trennung auch noch nach langer Zeit an Dir? Dann ist es Zeit Deine Resilienz zu stärken!

Das bedeutet aber nicht, alles an Dir abprallen zu lassen, keine negativen Gefühle zuzulassen oder nur noch Deinen Willen durchzusetzen. Mit diesem Verhalten würdest Du nur noch mehr negative Situationen anziehen, die sich sogar als Krise entpuppen können.

Du fragst Dich nun, wie es also richtig geht, was diese Resilienz überhaupt ist und wie Du sie verbessern kannst? Dann bist Du hier goldrichtig!

Was ist Resilienz?

Resilienz bedeutet psychische Widerstandsfähigkeit und ist eine Art starkes, emotionales Immunsystem oder eine Form der inneren Widerstandskraft.

Durch diese Eigenschaft kannst Du Dich schnell von erschütternden Erfahrungen erholen.

Ein schönes Sinnbild ist der Schwamm. Stell Dir vor, wie Du ihn mit Deinen Händen immer fester und fester zusammen drückst, er wird dabei immer kleiner. Du wendest so viel Energie auf, bis Deine Kraft den Schwamm nicht noch weiter komprimieren kann. Du hast all Deine Energie in diesen Schwamm gesteckt.

Und dennoch: Er springt wieder in seine ursprüngliche Form zurück, wenn Du nun Deine Hände entspannst!

Seine Resilienz zu erhöhen bedeutet, ein bisschen mehr wie dieser Schwamm zu werden! Du kannst deutlich besser Krisen bewältigen und mit Stress, Druck, Frust und Rückschlägen umgehen

Die Resilienz stärken, aber wie?

Wenn Du Deine Resilienz fördern möchtest, kommst Du um die Arbeit an Dir und Deinem Mindset nicht drum herum. Selbstreflektion gehört einfach dazu. Wir möchten Dir in diesem Artikel einige Orientierungspunkte an die Hand geben, die Dir helfen, Deine Resilienz zu stärken.

Gib jedem der folgenden Aspekte eine Punktzahl, die Deine persönliche Stärke in diesem Bereich darstellt. Eine 1 bedeutet, dass Du Dich in diesem Bereich noch deutlich verbessern kannst. Bei einer 10 schätzt Du Dich in diesem Gebiet als sehr stark ein.

Am Ende hast Du eine gute Übersicht in welchen Bereichen Du noch besser werden kannst.

EMOTIONSSTEUERUNG

Hier geht es im Groben darum, dass Du unter Druck ruhig bleibst und Deine Gefühle über verschiedene Wege kanalisierst. Diese unterschiedlichen Verhaltensweisen und Techniken helfen Dir starke Emotionen besser zu steuern:

  • Nimm die Gefühle bewusst wahr, statt sie zu unterdrücken!
  • Gib der Emotion eine Form, eine Farbe oder etwas ähnliches, um sie “greifbarer” zu machen.
  • Atme tief und ganz bewusst. So kannst Du Dir eine kurze Auszeit nehmen.
  • Denke in der konkreten Situation an etwas Positives oder etwas Entspannendes. So lenkst Du Dich kurz ab und kannst mit Vernunft reagieren, statt im Affekt zu handeln.
  • Lächle! Klingt erstmal komisch, oder? Forscher haben herausgefunden, dass Lächeln – selbst ein gezwungenes Lächeln – Deine Stimmung positiv verbessert.
  • Spreche Deine Gedanken und Gefühle aus oder schreibe sie auf. Du bist nicht allein! Es gibt mit Sicherheit jemanden, der Dich versteht.

IMPULSKONTROLLE

Das bedeutet, dass Du Deinen Impulsen nicht sofort unreflektiert folgst. Ein solcher Impuls könnte sein, dass Du Deiner / Deinem Vorgesetzten ganz schön die Meinung sagst. Du merkst selbst, wie unangebracht das sein kann. Durch Impulskontrolle wirst Du Dein Durchhaltevermögen erhöhen, denn spontane Impulse lenken Dich oftmals von dem eigentlichen Ziel ab.

Lass Dich von unseren Ideen zur Impulskontrolle gern inspirieren:

  • Überlege Dir, was du einem Freund in dieser Situation raten würdest.
  • Stell Dir ein großes Stoppschild vor, dass Dich dazu zwingt den Impuls auszuhalten. Vielleicht wird der Impuls dann weniger drängend.

KAUSALANALYSE

Geht das auch auf Deutsch? Ja geht, und Du hast es sicherlich schon mindestens einmal gehört: Lerne aus Deinen Fehlern!

  • Dabei analysierst Du zuerst das Problem an sich. Fallen Dir vielleicht schon andere Lösungsansätze ein?
  • Schau Dir als nächstes Deine Reaktion oder Handlung an. War es wirklich zielführend und passend?
  • Überlege Dir als letztes, wie der bessere Weg, mit dem Problem umzugehen, aussehen könnte.

Die Kausalanalyse ermöglicht es Dir, den gleichen Fehler zukünftig zu vermeiden und für ähnliche Situationen schon einen Plan parat zu haben! Das funktioniert übrigens auch rückblickend. Welche kleinen und großen Krisen hast Du bereits gemeistert? Wie hast Du das geschafft? Was sind Deine Stärken dabei gewesen?

Netter Nebeneffekt: Du stärkst mit solchen Fragen auch Dein Selbstvertrauen! Du konzentrierst Dich nämlich auf Deine Erfolge und Fähigkeiten!

EMPATHIE

Resilienz - Empathie

Empathie charakterisiert die Fähigkeit, sich in psychologischer und emotionaler Hinsicht in die Lage eines anderen Menschen zu versetzen. Heißt also: Mitgefühl und Verständnis!

Sich in die Lage des Gegenübers hineinzuversetzen ist am Anfang nicht leicht, besonders, wenn Du Dich persönlich angegriffen fühlst. Du musst auch nicht Allem und Jedem Mitgefühl entgegenbringen! Auch mit kleinen Schritten erklimmst Du irgendwann den Berg.

Solch ein kleiner Schritt kann zum Beispiel sein, Dich selbst zu reflektieren:

  • Wann reagierst Du so, wie Dein Gegenüber?
  • Kann es sein, dass Dein Gegenüber genau in solch einer Situation steckt?

Vielleicht ist Dein*e Vorgesetzte*r vor 9 Tagen so launisch gewesen, weil seine private Situation gerade schwierig ist? Schon wiegen die Worte weniger schwer, denn sie sagen viel mehr über Deine / Deinen Vorgesetzte*n aus, als über Dich!

Beleidigende oder destruktive Kritik hat oft mit der Angst oder dem Angegriffen-Sein der Person zu tun, die sie äußert. Bevor Du in Zukunft eine Aussage persönlich nimmst, denke kurz über die Gründe nach, aus denen die Aussage getätigt worden sein könnte.

REALISTISCHER OPTIMISMUS

Ist das Wasserglas halb voll oder halb leer? Optimisten sind davon überzeugt, dass sich Dinge zum Guten wenden können und werden.

Versuche auch in schwierigen Situationen etwas Positives zu entdecken und sie als Chance zu sehen!

Natürlich sollst Du nicht auf Teufel komm raus die missliche Lage gut reden. Es gibt auch die negativen Seiten, ganz klar. Bedenke aber: Deine Energie fließt dorthin, wo Deine Gedanken sind. Du kannst entscheiden, worauf Du Deine Aufmerksamkeit lenkst!

SELBSTWIRKSAMKEIT

Positive, selbsterfüllende Prophezeiungen sind hier gefragt. Du kannst gute Ergebnisse liefern! Du bist in der Lage dazu, Veränderungen herbeizuführen! Nimm diese Erwartungshaltung über Dich selbst ein und die Dinge werden Dir leichter gelingen!

Niemand anderes wird Dich umstimmen oder Dir etwas anderes beweisen können, wenn Du von Deinem Scheitern überzeugt bist. Du selbst kannst destruktive Glaubenssätze auflösen und Dich von Deinen Limitierungen befreien. Solche Grenzen existieren oft nur in Deinem Kopf.

Also: Werde zu Deinem größten Fan und zu Deinem größten Helfer! In dem Moment, in dem Du Verantwortung für Dein Wohlbefinden übernimmst, hast Du Dein Schicksal wieder selbst in der Hand!

ZIELORIENTIERUNG

Zielorientierung bedeutet, dass Du ein klares Bild von dem hast, was Du erreichen möchtest. Mit einem klaren Ziel vor Augen kann Dich so leicht nichts aus der Verfassung bringen!

Außerdem zählt dazu, sich vorzubereiten. Mache einen Plan für den Fall der Fälle. Der muss nicht bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sein, aber eine grobe Richtung erkennen lassen. Wenn es zu der Situation kommt, kannst Du den Plan ganz entspannt aus der Tasche ziehen und Ruhe behalten.

Pläne passen auch wunderbar zu dem nächsten wichtigen Helfer auf dem Weg zu Deinem Ziel und mehr Resilienz: lösungsorientiertes Denken. Du gehst weiter, auch wenn ein Problem auftritt, weil Du einen Weg finden kannst mit dem Problem umzugehen. Du fokussierst Dich auf das Hier und Jetzt und auf den Weg zum Ziel, nicht auf all das “Was-wäre-wenn”.

AKZEPTANZ

Erstens: Akzeptiere die Krise, den Fehler oder das Problem. Du kannst manche Umstände und die Vergangenheit nicht ändern. Aber die Zukunft und die Gegenwart! Wenn Du allerdings die Tatsachen leugnest, kannst Du nichts verändern. Es muss real existieren, damit Du anpacken kannst!

Der zweite Schritt ist, Dir bewusst zu machen, dass Du nicht das Opfer Deiner Umstände bist. Befreie Dich aus der Opferhaltung! Sehe Dir Deinen Handlungsspielraum an. Was steht in Deiner Macht?

Akzeptanz bedeutet nicht, alles gut zu heißen. Nimm inakzeptables nicht einfach hin, verändere es!

BEZIEHUNGEN

Dein soziales Netzwerk kann Dir in vielerlei Hinsicht weiterhelfen. Du kannst von Anderen lernen, gute Tipps bekommen, Dich mit ihnen austauschen und sie können Dich wieder aufbauen.

Um Deine Resilienz zu verbessern, lohnt es sich, alle Beziehungen, die Du führst, einmal zu betrachten. Wirken sie sich positiv auf Dich und Deine mentale Stärke aus? Oder rauben sie Dir dringend benötigte Energie? Bei welchen Beziehungen ist eine Veränderung notwendig?

NOCH EINMAL ZUSAMMENGEFASST

  

Resilienz ist ein wichtiges Werkzeug – sowohl im Arbeitsalltag als auch außerhalb. Sie hat viel mit Deinem Selbstwertgefühl, Deiner Zielstrebigkeit und Impulskontrolle zu tun.

Habe Empathie mit Deinen Mitmenschen und – ganz besonders – mit Dir selbst! Deine Resilienz stärkst du am einfachsten, wenn Du Dein Selbstvertrauen und Selbstbild verbesserst.

Beziehe Misserfolge nicht auf Dich als Ganzes. Dein Handeln hat Dich vielleicht in die momentane Situation gebracht, aber ein Fehler definiert weder Dich als Person, noch Deinen Wert! Lerne Deine Stärken zu schätzen und Deine Schwächen zu akzeptieren.

Wenn Du in Dir selbst ruhst, kannst Du Dein eigener Fels in der Brandung und so flexibel wie ein Schwamm sein!

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