Skoliose – Die verkrümmte Wirbelsäule

Skoliose

Skoliose – Die verkrümmte Wirbelsäule

Es gibt viele Erkrankungen der Wirbelsäule und bestimmt hast Du schon mal von einer verkrümmten oder verdrehten Wirbelsäule gehört, die Skoliose genannt wird. In diesem Artikel haben wir für Dich einige Informationen zum Thema Skoliose zusammengetragen: Von ihren Ursachen bis hin zu hilfreichen Tipps im Alltag!

Was ist Skoliose eigentlich?

Der Begriff Skoliose leitet sich von dem griechischen Wort „skolios“ ab und bedeutet „krumm“. Man verseht darunter also eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule. Hierbei sind auch die einzelnen Wirbel in sich verdreht, wodurch sich ihre Beweglichkeit vermindert. Betroffen sind oft Brust- und Lendenwirbelsäule, sowie die Übergangsbereiche.

Unterschiedliche Arten von Skoliose

 

Man unterscheidet zwei Arten von Skoliose. Einerseits die idiopathische Skoliose und andererseits die sekundäre Skoliose.

Idiopathische Skoliose

Bei dieser Form von Skoliose ist die Ursache unbekannt. ForscherInnen vermuten allerdings, dass genetische oder hormonelle Ursachen Auslöser sein können. Die Beschwerden machen sich bei dieser Form der Skoliose erst kurz vor dem Einsetzen der Pubertät oder während eines Wachstumsschubs bemerkbar.

Sekundäre Skoliose

Diese Form der Erkrankung entsteht infolge von vorherigen oder chronischen Krankheiten oder Unfällen. Insofern hat sie, im Vergleich zur idiomatischen Skoliose, immer eine bekannte beziehungsweise medizinisch rückführbare Ursache. Hierfür können Erkrankungen wie Arthrose, Osteoporose (Knochenschwund) und Bandscheibenvorfälle verantwortlich sein. Aber auch Verschleiß der Wirbel im Alter oder Unfälle im Zusammenhang mit Wirbelsäulenbrüchen können eine Skoliose auslösen.

Die häufigsten Symptome

Je nach Stärke der Ausprägung kannst Du die für Betroffene oft sehr schmerzhaften Symptome schon optisch erkennen:

  • unterschiedlich hochstehende Schultern
  • herausragendes Schulterblatt
  • schiefes oder an einer Seite hervorstehendes Becken
  • schiefe Kopfhaltung
Symptome einer Skoliose

Infolge einer schweren Skoliose stellen sich langfristig Rückenschmerzen ein. Je weiter fortgeschritten die Erkrankung ist, desto mehr Beeinträchtigungen entstehen. In seltenen Fällen kann auch die Funktion innerer Organe dadurch eingeschränkt werden.

Die möglichen Behandlungsoptionen

Es gibt verschiedene Methoden zur Behandlung: Entscheidend hierbei ist der Grad der Verkrümmung der Wirbelsäule. Daher ergeben sich drei Behandlungsstrategien, die eingesetzt werden: Krankengymnastik, das Tragen von Korsetts oder operative Eingriffe. Bei einer leichten Skoliose hilft meist schon klassische Krankengymnastik. Mit zunehmender Krümmung hingegen werden Korsetts eingesetzt, um die Haltung der Wirbelsäule zu verbessern. Bei einem schweren Fall kann ein operativer Eingriff notwendig sein.

Ansonsten sind neben der ärztlichen Behandlung Übungen für zuhause wichtig, da sie die Körperhaltung verbessern, die Muskulatur kräftigen und die Lungen- und Herzfunktion steigern.

Tipps zur Prävention

Bewegung ist ein absolutes Muss für Deinen Körper, damit er gesund und fit bleibt. Deswegen sollte diese Formel für Deinen Alltag gelten: 50% Sitzen, 25% Stehen & 25% Bewegung!

Entscheidend ist natürlich auch erholsamer Schlaf. Hier gilt es ebenfalls einige wichtigen Punkte zu beachten, denn nicht jede Matratze ist bei Skoliose geeignet. Die drei wichtigsten Punkte, die Du daher bei der Wahl Deiner Matratze beherzigen solltest:

  • Lagerung ohne Druckpunkte
  • Stützen und Stabilisieren des Körpers in der Ideallage
  • Anpassungsfähigkeit an individuelle Körperformen

Mehr Bewegung im Alltag

Du kannst sportliche Aktivitäten einfach in Deinen Alltag einbauen, indem Du beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit radelst oder einfach die Treppe, statt den Aufzug benutzt. Außerdem ist der Besuch einer Rückenschule sehr empfehlenswert. Aber, Obacht: Nicht jede Sportart ist dazu geeignet, einer Skoliose entgegenzuwirken oder die Beschwerden zu lindern. Ruckartige Bewegungen und einseitige Belastung, wie beispielsweise beim Tennis oder Gewichtheben sollten besser vermieden werden. Dagegen eignen sich diese Sportarten besonders gut:

  • Yoga
  • Radfahren
  • Klettern
  • Schwimmen
  • Inlineskaten
  • Wandern

Wenn Du gerne joggst, dann achte darauf, passendes Schuhwerk zu tragen. Insbesondere, wenn Du in der Stadt lebst, kennst zudem eine weitere Tücke: Überall asphaltierte oder gepflasterte Straßen. Dabei ist es für die Wirbelsäule und die Gelenke deutlich gesünder, auf weichen Wald- oder Wiesenböden zu laufen. Auf diese Weise kannst Du die Belastung für Deine Wirbelsäule eindämmen. Also: Am besten ab und an mal raus aus der Stadt zum Laufen! 

Möchtest Du es erstmal langsam angehen? Dann haben wir hier ein paar Übungen parat, die Du ganz bequem im heimischen Wohnzimmer ausführen kannst!

Langes Sitzen oder Stehen vermeiden

Vor allem im Arbeitsalltag geht Bewegung oft unter. Jedoch ist ein häufiger Wechsel zwischen Sitzen und Stehen laut Arbeitsmedizinern wichtig, da es Deine Wirbelsäule entlastet. Außerdem trainierst Du damit Deine Rücken-und Beinmuskulatur, regst den Herz-Kreislauf an und verbesserst Deine Atmung.

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