Slow down – Stress vermeiden

Stress reduzieren

Slow down – Stress vermeiden

 

„Bis heute Abend muss das dringendst erledigt sein, sonst …!“ Das könnte jetzt Ihr Chef sein – oder aber auch Sie selbst. Wir alle kennen es: auf der Arbeit unter Druck stehen. Manchmal ist Druck der Motivator, den man braucht, aber oftmals entpuppt er sich als der Stress, den keiner braucht. Vor allem, wenn man nicht mit ihm umgehen kann. Das Stressempfinden ist dabei sehr subjektiv. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit den unterschiedlichen Druckparametern auseinanderzusetzen und individuell damit umzugehen. Setzen Sie sich jetzt damit auseinander und entwickeln Ihre eigene Strategie, so haben Sie die nächste Stresswelle nicht zu befürchten. Wir helfen Ihnen im Folgenden dabei.

Was veranstaltet unser Körper bei Stress?

Stress ist grundsätzlich die Reaktion unseres Körpers auf Druck oder Drohungen. Die freigesetzten Hormone lösen eine „Kampf oder Flucht“ Reaktion aus. Diese ist in uns, weil sie uns vor 500 Millionen Jahren noch das Leben gewahrt hat, wenn der Mensch einem gefährlichen Tier beispielsweise gegenüber stand. Heutzutage ist fliehen für die meisten Menschen wohl keine Option. Kämpfen jedoch auch nicht.
Dauert der Stress über einen längeren Zeitraum an, so hat das negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Jeder Mensch reagiert anders auf Stress. Allgemein hat er folgende Auswirkungen:

  • Schwächung des Körpers nach anfänglichem Energiekick
  • Schädigung der Gesundheit
  • Änderung des Schlafverhalten
  • Verursachen von Appetitlosigkeit
  • Beeinträchtigung Ihrer Beziehungen
  • Verringerung der Produktivität und Verschlechterung der Leistungen
  • Sie fühlen sich schnell überfordert und, nun ja, gestresst

 

Gefühle von Stress in bestimmten Zeiten oder Situationen sind völlig normal. Merken Sie aber, dass er einen sehr großen Einfluss auf Ihr tägliches Leben hat und Sie permanent unter Druck stehen, so lassen Sie sich von außen helfen.

Dagegen steuern

Individuelle Stressmuster erkennen

Hilfreich ist es, eine Art Tagebuch zu führen. Notieren Sie über einen Zeitraum von ein paar Wochen, in welcher Situation Stress aufkommt. Identifizieren Sie im nächsten Schritt, welche Faktoren bei Ihnen Stress auslösen. Nun gilt es in genau den Situationen zu beobachten, wie Sie unter Druck arbeiten. Daraus können Sie ableiten, zu welchem Zeitpunkt Sie in die Situation bewusst eingreifen und sie anders angehen sollten.

Unter Druck einen kühlen Kopf bewahren

Wir wissen, das klingt leichter als gesagt, aber: Geben Sie dem Stress nicht die Macht, Ihren Tag zu ruinieren. Sehen Sie ihn stattdessen als Freund. Der Glaube bewirkt viel: Stress beeinflusst Sie nur dann negativ, wenn Sie glauben, dass es auch so ist. Ihre Bewertung als Stress macht ihn erst zu Stress. Also, zuerst zwei bis drei Male tief und langsam durchatmen. Das beruhigt Ihren Solarplexus und somit auch unmittelbar Sie selbst.

So bauen Sie Stress ab:

 

  • Ablenkung: Treffen Sie sich mit Freunden, unterhalten Sie sich mit dem Arbeitskollegen, machen Sie sich einen Tee oder räumen Sie die Spülmaschine aus: Einfach etwas anderes machen.

 

  • Listen führen: Schaffen Sie sich Struktur und verschriftlichen Sie diese, damit Sie sich bei einem Stressanfall an einem Gerüst festhalten können. Notieren Sie weiterhin alle Ihre Sorgen, dadurch gehen sie nicht verloren. Das entlastet Ihren Kopf und Sie haben ihn frei für anderes.

 

  • Sorgen-Zeit einrichten: Erlauben Sie sich am Abend eine Phase, in der Sie sich all Ihren Sorgen zuwenden. Dabei können Sie dann die Liste nutzen. Wenn Sie wissen, dass Sie sich abends damit auseinandersetzen, brauchen Sie nicht schon den Tag darüber nachgrübeln.

 

  • Sport: Bewegung ist äußerst hilfreich, um Stress abzubauen. Radfahren, Schwimmen, Boxen, Tanzen: Hauptsache Sport. In der Mittagspause einfach einmal eine Runde spazieren gehen und frische Luft schnappen. Dabei werden das Herz-Kreislauf-System und die Durchblutung angeregt.

 

Bewegung muss sich jedoch nicht auf die Mittagspause beschränken. Sie können statt im Sitzen auch für eine Weile im Stehen arbeiten. Gleiches Prinzip: Während Ihr Körper im Sitzen in eine Art Ruhemodus fährt, wird er durch das Stehen wieder auf Trapp gebracht. Ihr Gehirn wird es Ihnen danken: Es nimmt mehr Sauerstoff auf und Sie sind durch den Wechsel produktiver. Vielleicht entwickeln Sie neue Ideen im Hinblick auf die vorliegende Aufgabe? Mit einem Stehschreibtischaufsatz haben Sie in Nullkommanichts Ihren Schreibtisch in einen Stehschreibtisch umfunktioniert.

Stress können wir leider nicht abstellen wie einen Wasserhahn. Es gibt jedoch äußerst simple Techniken, wie ein angenehmer Umgang mit ihm gelingt und wie Sie Ihren Kopf wieder frei bekommen.

 

Ihre Belastbarkeit und Resilienz können Sie ebenso stärken – und auf der Arbeit glänzen.