Triggerpunkt – kleiner Punkt großer Schmerz!

Triggerpunkt fuer Schmerzen

Triggerpunkt – kleiner Punkt großer Schmerz!

Sie alle kennen bestimmt dieses unangenehme Gefühl, wenn der Rücken schmerzt und der Nacken total verspannt ist. Sie fahren über Ihre Schultern und versuchen die schmerzhafte Stelle zu lokalisieren. Während Sie das tun spüren Sie, wie es knackt und zieht. Herzlichen Glückwunsch! Sie haben ihren Triggerpunkt gefunden.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Triggerpunkt?

Die Bezeichnung Triggerpunkt kommt ursprünglich aus den USA. Dort spricht man von den sogenannten Triggerpoints. Zu Deutsch Auslöser – Impuls. Es handelt sich hierbei um Muskelverspannungen oder – Verhärtungen. Das Zusammenspiel von Muskeln, Fasern, Sehnen, und Faszien funktioniert nicht mehr optimal. Ursachen hierfür können beispielsweise sein:

Ursachen

  • Falsche Haltung
  • Bewegungsmangel
  • Einseitige Bewegungen
  • Zu häufige Überbelastung / Anspannung des Körpers
  • Anhaltender Stress
  • Regelschmerzen

Faustregel

Als Faustregel könnte man sich in erster Linie merken: Wenn es beim Drücken weh tut, hat man womöglich einen Triggerpunkt gefunden. Leider ist es nicht immer so leicht. Oft kommt es vor, dass die Verspannung sich durch den ganzen Körper ziehen kann. Und dass der Ursprung des Schmerzes wo ganz anders liegt als zuvor vermutet. Ein Paradebeispiel hierfür sind Schmerzen im Wadenbereich. Patienten beschweren sich beim Arzt und erklären, dass die Schmerzen oft bei zu langen Autofahrten entstehen. In 8 von 10 Fällen liegt die Ursache nicht an der Wade, sondern bei der Gesäßmuskulatur. Durch das lange Sitzen und die einseitige Bewegung der Beine kommt es zu Schmerzen in der Wade. Genau dieses Phänomen macht es den Ärzten oft schwer, den Triggerpunkt direkt zu finden.

5 gute Ansätze, die schnelle Hilfe versprechen

1.  Aufwärmen

Achten Sie beim Sport darauf, den Trainingsplan abwechslungsreich zu gestalten. Ganz wichtig ist das Dehnen und Stretchen vor und nach dem Sport. Hierbei spielt es keine Rolle, um welche  Sportart es sich handelt

2. Bewegung

In Situationen, in denen Sie über einen längeren Zeitraum sitzen müssen, sollten Sie genügend Pausen einlegen, um sich die Füße zu vertreten. Im Büro bieten sich Stehschreibtische optimal an, um etwas Abwechslung in den Alltag zu bringen.

3. Übung

Sollten die Schmerzen doch mal schlimmer werden, vor allem im Rücken- und Nackenbereich, dann haben wir einen schnellen und effektiven Tipp für Sie. Sie haben keine Zeit und Lust zum Arzt zu rennen? Dann greifen Sie zu einem Tennisball! Stellen Sie sich mit dem Rücken an eine Wand. Zwischen Ihnen und der Wand befindet sich der Tennisball. Jetzt versuchen Sie mit kleinen Bewegungen den Ball über die schmerzhafte Stelle gleiten zu lassen und üben Druck aus. Es schmerzt zwar etwas aber der Druck löst die Verspannung. Weitere Übungen gegen Nacken- und Rückenschmerzen finden Sie hier.

4. Training

Auf längere Sicht bietet sich ein gezieltes Faszientraining an. Viele Fitnessstudios bieten es bereits an, fragen Sie am besten mal nach. Ansonsten kann man das Training auch super von Zuhause aus machen.

5. Erholung 

Nehmen Sie sich Zeit für sich! Ein Entspannungstee oder ein warmes Bad am Abend mit einem guten Buch wirken wahre Wunder. So bieten Sie ihrem Körper nach einem, anstrengenden Tag eine wohlverdiente Pause. Und falls es doch mal schnell gehen muss tut es zu Not auch eine Wärmflasche, die Sie auf die betroffenen Stellen legen. Die Wärme lockert die Verspannung.

Beruhigungstee