Wenn die Antriebslosigkeit die Oberhand gewinnt

Antriebslosigkeit

Wenn die Antriebslosigkeit die Oberhand gewinnt

Viele von Ihnen werden das sicher kennen: Es gibt hundert Dinge zu erledigen. Da ist so viel, das Sie eigentlich gerne machen würden. Aber irgendwie können Sie sich einfach nicht dazu aufraffen. Stattdessen fühlen Sie sich schlapp und lustlos. Am liebsten würden Sie den ganzen Tag auf dem Sofa oder sogar im Bett verbringen. Hinzu kommt diese fürchterliche Müdigkeit, die auch nach dem zweiten Kaffee nicht so richtig weggehen will. Hier geht es um mehr als bloß um Faulheit, denn Sie fühlen sich selbst nicht wohl damit und haben vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen. Das kommt Ihnen bekannt vor? Dann leiden Sie womöglich unter Antriebslosigkeit. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Ursachen dahinter stecken und wie Sie wieder richtig auf die Beine kommen.

 

Ursachen

Es gibt eine Vielzahl möglicher Ursachen für Ihre Antriebslosigkeit. Man kann diese jedoch in zwei große Kategorien unterteilen: Psychische Ursachen und körperliche Ursachen. Beide sollen im Folgenden etwas näher erläutert werden.

Psychische Ursachen

Die häufigste psychische Ursache für Antriebslosigkeit ist Stress. Stress kann entstehen, wenn wir mit bestimmten Bereichen unseres Lebens überfordert sind oder wenn Unausgeglichenheit zwischen einzelnen Lebensbereichen herrscht. Ein Beispiel dafür ist das unausgewogene Verhältnis zwischen privatem und beruflichem Umfeld. Diese Überforderung und Unausgeglichenheit lösen bei uns den Wunsch aus, sich zu entspannen, eine Pause zu machen oder auch zu schlafen. Wir fühlen uns antriebslos.

Weitere psychische Ursachen können sein:

  • Allgemeine Frustration über das Leben.
    Unterbewusst stellen wir uns Fragen wie: Warum sollte ich mich bemühen, in dem was ich tue? Wieso sollte ich mir Ziele setzen, wenn ich diese eh nie erreichen werde?
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol und Drogen
    Diese lösen kurzzeitige Glücksgefühle aus. Sie geben jedoch keinen Ansporn, sich diese Glücksgefühle auf anderen Wegen zu suchen. Stattdessen hat vor allem Alkohol auf Dauer eine betäubende Wirkung, während Drogen wie Ecstasy uns vorgaukeln, voller Energie zu sein.
  • Schizophrenie und klinische Depressionen
    Diese können ebenfalls Antriebslosigkeit hervorrufen. Solche schwerwiegenden psychischen Erkrankungen sollten therapeutisch behandelt werden.
  • Burn-Out-Syndrom
    Hierbei geht es nicht darum, dass wir uns überfordert fühlen und im Stress versinken. Vielmehr erleiden wir einen Burn-Out, wenn wir keinen Sinn in unserer Tätigkeit sehen.

 

Körperliche Ursachen

Als häufigste körperliche Ursache für Antriebslosigkeit gilt Bewegungsmangel. Der Körper wird nicht genug gefordert, sodass unsere Muskeln erschlaffen. Dadurch schwindet unsere Kraft und Ausdauer. Bereits kleinere Hürden im Alltag fühlen sich anstrengend an, weil der Körper nichts mehr gewohnt ist.

 

Neben Bewegungsmangel können diese körperliche Ursachen hinter Ihrer Antriebslosigkeit stecken:

 

  • Mangel an Nährstoffen
    Einige Nährstoffe sind besonders wichtig für die verschiedenen Funktionen unseres Körpers. Der Mangel von Vitamin B12, Eisen oder Jod könnte ausschlaggebend für Ihre Antriebslosigkeit sein.
  • Schilddrüsenerkrankungen
    Sie sorgen für die Abnahme der Leistungsfähigkeit allgemein, machen müde und schlapp.
  • Krebs
    Je nach Krebsart kann es dazu kommen, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, ihren eigenen Alltag zu strukturieren. Lungenkrebs hingegen führt dazu, dass man bereits durch geringe körperliche Anstrengung aus der Puste gerät. Beides kann zu Antriebslosigkeit führen.
  • Vitamin-D-Mangel
    Leiden Sie unter Vitamin-D-Mangel bedeutet das, dass sie zu wenig Sonnenlicht abbekommen. Der Körper fährt seinen Energiehaushalt zurück.

 

Das können Sie gegen Antriebslosigkeit tun

 

Bei psychischen Ursachen:

  • Gönnen Sie sich ab und zu etwas Ruhe. Nehmen Sie sich eine Auszeit vom Stress und genießen Sie bewusst die schönen Dinge des Lebens!
  • Gehen Sie raus an die frische Luft! Das bringt nicht nur Ihren Kreislauf in Schwung. Durch das Tageslicht tanken Sie außerdem Vitamin D. Dieses Vitamin sorgt nachweislich für eine bessere Stimmung.
  • Planen Sie Dinge voraus, auf die Sie sich freuen! Nutzen Sie Ihre Zeit sinnvoll und beschäftigen Sie sich, um nicht in einen Trott zwischen Sofa und Bett zu geraten.
  • Setzen Sie Prioritäten! Lassen Sie sich nicht von vielen kleinen Aufgaben überfordern, sondern erledigen Sie eins nach dem anderen. Setzen Sie sich dabei kleine Ziele und übertragen Sie weniger dringende Aufgaben auch ruhig mal an andere.
  • Gegen Stress helfen Ihnen Yoga, autogenes Training, Spaziergänge sowie leichter Sport.
  • Bei Unzufriedenheit mit dem Leben allgemein sollten Sie sich fragen: Was stört mich denn überhaupt an meinem Leben? Was kann ich ändern? Wenn Sie es herausgefunden haben, sollten Sie über eine Veränderung nachdenken. Nicht immer, aber doch manchmal kann es helfen, seinen Job zu wechseln, umzuziehen, eine Beziehung zu beenden, oder die Unzufriedenheit mit dem eignen Körper anzugehen. Es können jedoch auch bereits Kleinigkeiten sein, die Sie verändern können, um Ihrer Antriebslosigkeit den Garaus zu machen.

 

Bei körperlichen Ursachen:

  • Bei einer körperlichen Erkrankung als Ursache führt kein Weg vorbei, diese Krankheit behandeln zu lassen, um die damit einhergehende Antriebslosigkeit zu bekämpfen.
  • Bewegen Sie sich! Lassen Sie Ihre Muskeln nicht einrosten und tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes! Stehen Sie zum Beispiel auf der Arbeit nach einer längeren Sitz-Dauer mal auf und arbeiten Sie im Stehen weiter. Ein Stehschreibtisch Aufsatz kann dabei ein hilfreiches Gadget sein.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung! Wenn Sie die richtigen Nährstoffe zu sich nehmen, ist bald Schluss mit der Antriebslosigkeit.
  • Schlafen Sie ausreichend lang! Dadurch tanken Sie Energie für den Tag.
  • Nehmen Sie genug Flüssigkeit zu sich! Greifen Sie dabei am besten zu Wasser oder ungesüßtem Tee. Viel trinken ist generell gut für Ihren Körper.
  • Bekämpfen Sie Ihren Bewegungsmangel durch Krafttraining, um die unterforderten Muskeln wieder auf Trapp zu bekommen. Kleine alltägliche Anforderungen wie Treppensteigen fallen nun nicht mehr so schwer. Außerdem: Sorgen Sie auch im Alltag für mehr Bewegung! Fahren Sie doch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit oder verzichten Sie auf das Auto und gehen Sie kürzere Strecken. In Ihrer Freizeit könnten Sie wandern, joggen oder schwimmen.

 

Wichtig!

Nehmen Sie das Problem ernst! Wenn die Antriebslosigkeit selbst nach Umstellung Ihres Alltags die Überhand hat, dann sollten Sie Hilfe bei einem Arzt suchen. Es könnten Erkrankungen hinter der Antriebslosigkeit stecken, die Sie nicht alleine bekämpfen können oder sollten!

Wenn Sie ständig müde und schlapp sind, die Symptome auf dieser Seite aber nicht auf Sie zutreffen, dann finden Sie in diesem Artikel vielleicht die Lösung.