Zero Waste – Wie lebt man ohne Müll?

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Zero Waste – Wie lebt man ohne Müll?

In Deutschland produzieren wir mehr Müll, als jedes andere europäische Land. Im Jahr 2016 waren es 220,5 kg pro Kopf. Doch der überflüssige Verpackungsmüll schadet unserem Planeten. Immer mehr Leute schließen sich deshalb der „Zero Waste“ Bewegung an. Aber ist es tatsächlich möglich, keinen Müll zu produzieren? Und wie stellt man das an, ohne dabei sein Leben komplett umzustellen? Hier geben wir dir Tipps, um Müll einfach und ohne großen Aufwand zu vermeiden.

Was ist Zero Waste überhaupt?

Zero Waste ist eine nach Nachhaltigkeit strebende Philosophie. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Null Müll“. Grundlegend versucht man also die komplette Vermeidung von Müll. Jedoch ist das heutzutage fast unmöglich. Deshalb versucht man ein Leben zu führen, bei dem möglichst wenig Abfall produziert und Rohstoffe nicht vergeudet werden. Das bedeutet zum Beispiel man verzichtet auf Strohhalme oder Einwegprodukte, verwendet Dinge wieder, recycelt und kompostiert. Dazu gehört aber auch Konsumverweigerung. Je besser es den Menschen geht, desto höher ist oft auch ihr Konsum. Sie fangen also an, vermehrt Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen.
Mit Zero Waste kann man dagegen vorgehen, seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern und der Umwelt etwas Gutes tun.

Warum ergibt Zero Waste Sinn?

„Wir produzieren viel zu viel Verpackungsmüll – ein trauriger Spitzenplatz in Europa.“ – Maria Krautzberger (Präsidentin des Umweltbundesamts)
Der EU-Durchschnittsbürger produzierte 167,3 kg Müll im Jahr 2015. Wie oben bereits erwähnt, lag der Wert des deutschen Durchschnittsbürgers mit 220,5 Kilogramm pro Kopf deutlich darüber. Dabei gilt Deutschland als Vorbild beim Thema Müllvermeidung und Recycling. Man sollte sich jedoch nicht nur darauf konzentrieren, Recycling weiter voranzutreiben und Mehrwegsysteme zu stärken. In erster Linie sollte darauf geachtet werden, den unnötigen Verpackungsmüll direkt zu vermeiden. So wird die Umwelt geschont und der Rohstoffverbrauch minimiert.

Wie kann ich Müll vermeiden?

Durch das wachsende Bewusstsein in der Bevölkerung gibt es immer mehr Supermärkte und Firmen, die stark darauf achten, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Deshalb gibt es immer mehr sowie zunehmend einfachere Möglichkeiten, als Privatperson keinen Müll zu produzieren. Natürlich ist mit dem Zero Waste Lebenstil ein Aufwand verbunden, dieser ist aber nicht sonderlich groß. Mit Achtsamkeit und einer kurzen Eingewöhnungszeit sollte es für dich kein Problem sein.

Zero Waste Lebensmittel

Der erste grundlegende Tipp, um beim Einkaufen im Supermarkt Müll zu vermeiden, lautet: Mehrweg statt Einweg und dabei gilt Glas statt Plastik. Auch Milchprodukte wie Joghurt und Co. sind in großen Supermärkten oder in Zero Waste Läden in Mehrwegflaschen erhältlich. Dort kannst Du dir auch viele Produkte in eigene Gefäße abfüllen und umgehst so den Verpackungsmüll. In kleineren (Bio-)Läden oder auf dem Wochenmarkt gibt es ebenfalls viele Produkte verpackungsfrei zu erwerben. An der Frischetheke vieler Supermärkte kann man sich Käse und Wurst in eine mitgebrachte Box einpacken lassen.

Zero Waste Kleidung

Um auf unnötigen Müll zu verzichten, solltest Du es vermeiden, Kleidung bei großen Ketten zu kaufen. Diese verpacken ihre Produkte oft mit viel Plastik. Daher empfehlen wir, Kleidung im Secondhand Store oder auf Verkaufsportalen wie Kleiderkreisel zu kaufen. Nicht nur die Umwelt profitiert davon, sondern auch Du. Denn damit sparst Du nicht nur Geld, sondern Du hast auch die Möglichkeit, einzigartige Klamotten zu ersteigern, die nicht massenhaft von den großen Modeketten verkauft werden.
Falls Du aber keine Lust auf Secondhand hast, gibt es mittlerweile mehrere Shops, die Zero Waste Kleidung anbieten. Die Klamotten sind nachhaltig hergestellt und werden plastikfrei verschickt.

Zero Waste im Haushalt

Möbel, Kochutensilien und Co. lassen sich ebenfalls sehr gut gebraucht kaufen. Du kannst sie auf Flohmärkten oder in Onlineportalen wie Ebay oder Shpock erwerben. Einige nachhaltige Firmen bieten Möbel an, die ohne Verpackungsmüll geliefert werden. Das heißt die Verpackung enthält kein Plastik, sondern nur Papier, das Du recyceln kannst. Ein Beipiel hierfür ist der Standsome, ein Stehschreibtisch Aufsatz. Dieser ist made in Germany und wird plastikfrei geliefert.

Für deine Küche sind Einmachgläser zur Aufbewahrung empfehlenswert. Diese gehören zur Grundausstattung des Zero Waste Lebensstils. Ebenso können wir dir eine Edelstahl Brotbox und Trinkflasche für unterwegs empfehlen.
Beim Putzen und in der Körperpflege solltest Du auf natürliche (Haus-)Mittel setzen oder dir deine Produkte selber machen. Dies ist oft simpel, günstig und geht auch sehr schnell.
Tipps hierzu gibt es auf diversen Blogs. Falls Du mehr erfahren willst, schau bei Careelite vorbei. Auf ihrem Blog gibt es kostenlose und detailreiche Ratschläge zum Zero Waste Leben in allen Bereichen.

Recycling und Kompostieren

Einer der wichtigsten Bestandteile des Zero Waste Lebensstils ist das Recycling. So umgehst du die Anhäufung von Müll. Grundlegend ist es von Vorteil, so viel Müll wie möglich zu recyclen. Allerdings ist dies auch mit einem hohen Energie- und Arbeitsaufwand verbunden, weshalb es generell besser ist, den Müll gar nicht erst zu produzieren.
Damit so viel wie möglich recycelt werden kann, trenne deinen Müll. Deinen Biomüll kannst Du sogar selber kompostieren, so umgehst du den zusätzlichen Transport. Zudem stellst Du so deinen eigenen organischen Dünger für deine Pflanzen und deinen Garten her.

Und was passiert, wenn mir Zero Waste nicht gelingt?

“We don’t need a handful of people doing zero waste perfectly. We need millions of people doing it imperfectly.” – Anne Marie Bonneau
Diese Worte des Zero Waste Vorbilds solltest Du verinnerlichen. Natürlich ist es für die meisten Menschen sehr schwer, gar keinen Müll zu produzieren. Aber es ist nicht schlimm, wenn dir das nicht gelingt. Alleine für deine Bemühungen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren, dankt dir unsere Umwelt. Jeder noch so kleine Schritt in Richtung Zero Waste ist ein großer Erfolg.

Um langfristig nachhaltig zu leben, merk’ dir diese 5 R(egeln):
Refuse
, Reduce, ReuseRecycle and Rot



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